Kristina Franks Antrag abgewiesen Streit um "Pöbelverbot" am Viktualienmarkt geht weiter

Der Streit um das "Pöbelverbot" am Viktualienmarkt geht in die nächste Runde. Foto: iko

Auch im zweiten Anlauf klappt es im Münchner Stadtrat nicht mit einer Mehrheit für den neuen Erlass zum "Pöbelverbot".

 

Altstadt - Die Stadt wird auch in Zukunft nicht härter gegen die Trinkerszene am Viktualienmarkt vorgehen. Kommunalreferentin Kristina Frank (CSU) scheiterte im Stadtrat auch im zweiten Versuch damit, ein "Pöbelverbot" zu erlassen.

Die Situation am Platz sei bekannt, sagte FDP-Stadträtin Gabriele Neff. "Und wir sind alle nicht darüber erfreut." Statt eine neue Satzung zu erlassen, sei es aber doch besser, einfach auf bestehende Regelungen zurückgreifen, so Neff. Die Marktaufsicht zum Beispiel. Die beanstande ja auch, wenn mal ein Blumenkübel irgendwo einen halben Meter zu weit draußen stehe. "Dann kann die doch auch was anderes beanstanden", so Neff. Und zur Not könne man ja auch noch die Polizei rufen.

Kristina Franks (CSU) "Pöbelverbot"-Antrag abgewiesen

Ähnlich sieht man das bei SPD und Grünen. Der Stadtrat verweigerte Franks Antrag deshalb die Zustimmung. Bei der CSU ist man sauer. Dort vermutet man ein vorzeitiges Wahlkampfmanöver hinter der Ablehnung. Frank will in einem Jahr bei der Kommunalwahl Oberbürgermeister Dieter Reiter (SPD) herausfordern.

Am Liesl-Karlstadt-Brunnen treffen sich regelmäßig die sogenannten "Brunnenfreunde", eine recht bierselige Gruppe von Männern. Diese kühlten im Brunnen nicht nur ihre Bierflaschen, sondern vergriffen sich auch gerne mal im Ton, erklärte Frank gestern im Stadtrat. Sie hätte die Marktaufsicht deshalb gerne per Satzungsänderung ermächtigt, Platzverweise auszusprechen. Die Mehrheit des Stadtrats lehnt es jedoch ab, auf diese Weise gegen die Trinker vorzugehen.

 

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