Kompakt-SUV im Alltagstest Mazda CX-30: Auch mit 122 PS munter unterwegs

Eine gelungene Linienführung ohne überflüssige Schnörkel zeichnet das CX-30-Design aus. Foto: Rudolf Huber

Kompakte SUV und Crossover haben aktuell eine Erfolgsgarantie eingebaut. Auch Mazda mischt jetzt im boomenden Segment mit. Wir habven den CX-30 im Alltag ausprobiert.

 

München - Mazda ist auf dem Weg in die Premium-Liga. Diese Tatsache wird mit jedem neuen Modell der Autobauer aus Hiroshima deutlicher. Beim noch ganz frischen Kompakt-Crossover CX-30 ist das nicht nur am Design, sondern auch beim Interieur an jeder Ecke und Fläche zu spüren und zu sehen. Elegante, reduzierte Linien hier, feine Materialien und hohe Verarbeitungsqualität da.

Bei den Antrieben geht Mazda gerne eigene Wege. Etwa mit dem Wankelmotor, den die Japaner demnächst als Reichweiten-Verlängerer für ein E-Auto reanimieren wollen. Oder beim Rightsizing genannten Festhalten an hochvolumigen und turbolosen Vierzylinder-Benzinern, während die Konkurrenz reihenweise auf aufgeladene Dreizylinder oder zumindest kleinvolumige Vierzylinder mit Turboschub setzt.

Wie funktioniert dieser Sonderweg im Alltag? Um das herauszukriegen, haben wir den CX-30 mit dem Einstiegsbenziner ausprobiert, der aus zwei Litern Hubraum die eher bescheidene Ausbeute von 122 PS holt, von einem Mildhybrid-System unterstützt und noch durch eine 150-PS-Version und den Skyactiv-X genannten Diesotto-Motor flankiert wird. Letzteren haben wir bereits im kompakten Mazda3 ausprobiert.

Mazda CX-30 - auch der kleinste Motor macht Spaß

Aber jetzt geht’s um die Basis. Und die schlägt sich, das zeigen schon die ersten Testkilometer, durchaus respektabel. Der Motor zieht nicht übermäßig dynamisch, aber gut dosierbar hoch, erreicht seinen Leistungshöhepunkt bei 6.000 U/min und wirkt auch in diesen Regionen nicht überanstrengt. Das maximale Drehmoment von ordentlichen 213 Nm liegt bei 4.000 U/min an. Das ermöglicht zwei Fahrstrategien: Wer immer im Bereich unter 4.000 Umdrehungen bleibt, rollt leise und entspannt dahin, kann problemlos im Verkehr mitschwimmen und wird mit Verbrauchswerten um die 5,5 Liter belohnt.

Wer es flotter will und das verfügbare Drehzahlband gerne ausnutzt, gehört zwar nach wie vor nicht zu den Schnellsten im Lande, passt aber durchaus öfter mal auf die Überholspur. Mit der entsprechenden Wartezeit schiebt sich der 1,4-Tonner an die 184 km/h Spitze heran, wenn alles passt, zeigt der Digitaltacho auch mal eine zwei als erste Ziffer an. Beeindruckend ist die auch bei verschärfter Fahrweise recht ökonomische Arbeitsweise des Zweiliter-Aggregats, das etwa auf einer durchgehend flotten 700-Kilometer-Autobahntour laut Bordcomputer gerade mal 7,6 Liter je 100 Kilometer verdrückte. Ein guter Wert, der bei ähnlicher Fahrweise mit dem Mazda3 mit Skyactiv-X-Motor nicht zu schaffen war. Der Vollständigkeit halber: Den Sprint von 0 bis 100 km/h absolviert der CX-30 Skyactiv-G in 10,6 Sekunden.

Mazda CX-30 mit viel technischer Ausstattung

Auch Mazda hat sich das Thema Sicherheit groß aufs Panier geschrieben, umgesetzt wird das in der Praxis durch ein umfassendes Angebot an Assistenzsystemen. Immer installiert sind etwa im CX-30 die adaptive Geschwindigkeitsregelanlage mit Stauassistenzfunktion, eine Ausparkhilfe, ein Berganfahrassistent, ein Notbremsassistent mit Fußgänger- und Radfahrererkennung, die Müdigkeitserkennung, der aktive Spurhalteassistent mit Lenkradunterstützung, der Spurwechselassistent Plus und eine Verkehrszeichenerkennung, die allerdings beim Test nicht 100-prozentig korrekt anzeigte.

Serienmäßig ist auch das Head-up-Display, das seine Infos direkt auf die Frontscheibe projiziert. Die Kombination aus 8,8 Zoll großem Bildschirm, der etwas abgesenkt und schick eingebettet im Armaturenbrett sitzt, und dem Dreh-Drück-Steller hinterm Schalthebel ermöglicht eine problemlose Bedienung etwa der Infotainment-Möglichkeiten. Das Konnektivitätssystem Mazda Connect bindet serienmäßig das Smartphone per Android Auto oder Apple CarPlay mit ins Fahrzeug ein.

Schon die Basisvariante ist vergleichsweise üppig ausstaffiert, die getestete, feinere Version Selection bietet etwa eine Klimaautomatik, Sitz- und Lenkradheizung, Rückfahrkamera oder die elektrisch betätigte Heckklappe noch dazu zum ebenfalls serienmäßigen problemlosen Fahrverhalten und dem gelungen abgestimmten Fahrwerk. Ergänzt wird das Gesamtkunstwerk CX-30 durch eine angemessenes Platzangebot und einen ordentlichen Kofferraum mit einem Fassungsvermögen von 430 Litern.

Preise: Was kostet der Mazda CX-30?

Der Basispreis für den CX-30 Selection liegt bei 25.990 Euro, als Extras gibt es noch so feine Annehmlichkeiten wie eine Lederausstattung, ein schickes Designpaket, ein Bose-Soundsystem oder ein komplettes Assistenzsystem-Päckchen inklusive des sehr praktischen 360-Gand-Rundumblicks.

 

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