Kommt noch Verstärkung? TSV 1860: Gorenzel über Leihspieler - "Jede Woche Anfragen"

Geschäftsführer Sport des TSV 1860: Günther Gorenzel. Foto: sampics/Augenklick

Während der TSV 1860 die 0:4-Pleite in Mannheim verarbeitet, spricht Günther Gorenzel über die aktuelle Situation bei den Löwen. 

 

München – Nach der herben Niederlage beim SV Waldhof Mannheim (hier geht's zur Einzelkritik) ist an der Grünwalder Straße Wunden lecken angesagt. Am Dienstag stand Günther Gorenzel, Geschäftsführer Sport der Löwen, der Presse Rede und Antwort zum aktuellen Leistungslevel, begrenzte Möglichkeiten bei der Akquise von Verstärkungen und den ewig währenden Problemen mit Pyrotechnik. 

Günther Gorenzel über...

... das 0:4 in Mannheim: "Das war kein gutes Spiel von uns, da brauchen wir gar nichts schönreden. Da war mehr Schatten als Licht. Wir wollten zu schnell zu viel, haben unsere Möglichkeiten nicht auf den Platz gebracht. Wir müssen nun ganzheitlich denken. Ich habe vollstes Vertrauen in jeden Spieler und in den Trainer.

In einigen Phasen haben wir das gut gemacht, aber eben noch nicht über 90 Minuten. Die Balance im Spiel hat komplett gefehlt. Waldhof war schwer zu greifen, obwohl wir vorher wussten, wie sie spielen. Mit ihrer situativen Verlagerung der Räume sind wir nicht zurecht gekommen. Wir müssen konstanter werden, dann kommen auch die Punkte."

... die diffizile Spieler-Akquise: "Erst wenn die drei absoluten Leistungsträger Lex, Moll und Karger wieder zurück sind, können wir den gesamten Kader final bewerten. Dass wir in der Offensive noch Verstärung suchen, ist kein Geheimnis. Wir arbeiten im Hintergrund an vielen Dingen, haben Augen und Ohren offen, müssen aber sehr kreativ sein, da es kaum finanziellen Spielraum gibt. Leihvarianten sind sehr attraktiv, da haben wir jede Woche Anfragen. Wir versuchen alles."

Gorenzel über Pyro: "da muss man sich schon fragen, wohin sich der Fußballsport entwickelt"

... die Pyro-Show im Fan-Block: "Vor 30 Jahren habe ich auf der Uni im ersten Semester gelernt: Sport ist ein Spiegel der Gesellschaft. Pyros sind kein isoliertes Problem des TSV 1860. In Teilen der Fanszene werden Pyros als Fan-Kult angesehen - obwohl es verboten ist, nur schadet und Strafen nach sich zieht. Man kann da nur an die Fans appellieren.

Wir wollen auch Frauen und Kinder im Stadion haben - da sind solche Dinge sicher nicht förderlich. Wir waren dort selbst zwei Tage lang mit vier Security-Leuten unterwegs - da muss man sich schon fragen, wohin sich der Fußballsport entwickelt. Es werden Unsummen ausgegeben für Polizei und Sicherheitskräfte."

... die zu erwartenden Geldstrafen: "Das sind Summen, die uns weh tun und die dem Verein schaden."

... die Unterstützung der Fans: "Das war wieder fantastisch, so wie auch schon in den ersten beiden Heimspielen. Nur wenn wir diese Einigkeit nach außen ausstrahlen, hat der Verein eine Zukunft."

... die Partie am Donnerstag gegen Schweinfurt im Toto-Pokal: "Das ist eine Herausforderung, da wir noch mitten in der Vorbereitung stecken und der Trainingsrhythmus dadurch unterbrochen wird. Andererseits ist das mögliche Erreichen des DFB-Pokals auch ein Ansporn. Eigentlich ist die Teilnahme am DFB-Pokal ein Muss für einen Verein wie den TSV 1860."

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