K.o.-Runde der Champions League FC Bayern startet in die heiße Phase

Der FC Bayern kommt rechtzeitig zur K.o.-Phase der Champions League in Form und bejubelt ein 8:0 gegen Hamburg Foto: dpa

Gegen Donezk startet Mannschaft von Pep Guardiola in die K.o.-Phase der Königsklasse. So leicht wie gegen Hamburg wird’s wohl kaum – doch die AZ erklärt, warum man trotzdem optimistisch sein kann.

 

München - Es sind quasi die Playoffs wie im Eishockey oder Basketball, die entscheidenden Wochen für den FC Bayern, quasi die fünfte Jahreszeit. Von nun bis Anfang Juni läuft die ganz spezielle Zeit der Fußballprofis: die K.o.-Spiele der Champions League. Aus den besten 16 in Europa werden die Finalisten für das Endspiel am 6. Juni in Berlin gesucht. Spreu oder Weizen? Frustsaufen oder Champagner verspritzen?

Sechs Spiele sind es bis Berlin, „die großen Spiele“ nennt es Kapitän Bastian Schweinsteiger. Vorstandsboss Karl- Heinz Rummenigge meinte, „die Champions League geht jetzt richtig los“. Und das 2015 mit der Reise in die Ukraine zum Achtelfinal-Hinspiel bei Schachtjor Donezk am Dienstag (20.45 Uhr/Sky live), ausgetragen in Lwiw, rund 1200 Kilometer von der Konfliktregion im Osten des Landes entfernt. „Es ist keine normale Champions- League-Reise“, sagte Rummenigge.

Sportlich wirkt das 8:0 vom Samstag gegen den Hamburger SV nach. „Wir müssen voll konzentriert bleiben. In der Champions League sind das andere Spiele“, warnte Robert Lewandowski. Realistische Betrachtung ist gefragt. „Dass es nicht jedes Spiel ein 8:0 wird, ist auch klar“, erklärte Thomas Müller, „erstens gehen die Schüsse nicht immer rein und zweitens ist es auch nicht so, dass in der Champions League der Gegner irgendwann dann aufsteckt.“ Auch Arjen Robben bat um Vorsicht: „Das ist Champions League, etwas ganz anderes. Im ersten Spiel auswärts geht es um sehr viel.“

Warum die Bayern dennoch optimistisch sein können:

Die Vorbereitung: Der Ligabetrieb in der Ukraine beginnt erst Ende Februar, seit Dezember hatte Schachtjor kein Pflichtspiel mehr. „Es ist problematisch für uns, weil wir sie in der letzten Periode nicht gesehen haben“, meinte Pep. Doch das ist nicht das Thema. Bayern hat schon seinen Rhythmus gefunden, vier Ligaspiele absolviert. Donezk dagegen muss einen Kaltstart hinlegen. Peps Donzek-Erfahrung: Für die Bayern ist das erste Duell mit dem Klub aus der Ukraine – nicht für den Trainer. Als Coach des FC Barcelona trat man vier Mal gegen Schachtjor an, Barca gewann drei Mal (2008/09 und 2011/12). Und das System der Ukrainer mit Trainer Mircea Lucescu und seinem brasilianischen Stammpersonal ist immer noch dasselbe. Guardiola meinte dennoch: „Sie haben sich immer in Europa für das Achtelfinale qualifiziert, haben viel Erfahrung.“

Die Alternativen: Jérome Boateng ist ausgeruht nach zwei Spielen Sperre in der Liga, er wird wohl für Holger Badstuber in die Innenverteidigung zurückkehren. Xabi Alonso absolvierte, nach seiner Pause gegen Hamburg das Abschlusstraining beschwerdefrei. Rafinha und Franck Ribéry haben ihr Comeback gegeben. „Franck tut unserem Spiel gut. Das ist gut, das ist wichtig“, meinte Rummenigge.

Rummenigge: "Watzke interessiert mich nicht"

Arjen Robben: Der Holländer ist in der Form seines Lebens. Mr Unstoppbar. Rummenigge: „Für mich, das habe ich ja vor einigen Monaten schon gesagt, ist er der beste Feldspieler der Welt momentan. Wenn er den Ball hat, ist Alarmstufe Rot für jede gegnerische Abwehr.“ Und der Toregarant (14 Treffer in der Liga) sagte: „Es läuft. Ich habe Spaß und ich will jetzt so lange wie möglich so weitermachen. Aber: Es geht immer mehr, es geht immer besser.“

 

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