Keine Dauerlösung Spontane Freischankfläche: Bier mit Opernblick

Hüseyin Ince ist Redakteur im Lokalressort der Abendzeitung.
Corona macht es möglich: Freischank auf dem Max-Joseph-Platz. Foto: Djordje Matkovic

Während der Corona-Krise können Gastronomen in München kurzfristig Freischankflächen auf Gehwegen und Parkplätzen beantragen. Die Tische an der Oper werden jedoch nicht zur Dauerlösung.

 

Altstadt - Seit Kurzem laufen die Bedienungen des Spatenhauses quer über die Residenzstraße, zwischen Radfahrern und Fußgängern hindurch, auf den Streifen bis zum Kopfsteinpflaster und servieren Münchner Schmankerl, Bier oder Kaffee. Ohne die Corona-Pandemie wäre das wohl kaum möglich gewesen.

"Das ist eine heikle Stelle. Wir werden dazu eine nachträgliche Empfehlung abgeben", sagt die frisch gewählte Vorsitzende des Bezirksausschusses (BA) Altstadt-Lehel, Andrea Stadler-Bachmaier (Grüne), "aber klar ist, dass die Wirte unter großem finanziellen Druck stehen."

Üblicherweise sind alle BAs dafür zuständig, über Freischankflächen zu entscheiden. Doch seit einem Stadtratsbeschluss vom 13. Mai haben Münchner Wirte die Möglichkeit, im Schnellverfahren über das KVR auf Gehwegen oder Parkplätzen Freischank zu beantragen. Innerhalb von sieben bis 14 Tagen wird entschieden. Diese Schnell-Genehmigungen sind befristet bis 30. September.

BA-Vize: Keine Dauerlöstung

Wolfgang Püschel (SPD), Vize-Chef des BA, sieht die Genehmigung an der Oper kritisch: "Stadtgestalterisch, denkmalschutzrechtlich und wegen der Verkehrssicherheit kann man hier dauerhaft keinen Freischank einrichten."

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