Keeper des FC Bayern optimistisch Manuel Neuer klärt auf: Das ist sein Comeback-Plan

Will bei der Jagd nach dem Double in dieser Saison noch mithelfen: Bayerns Torhüter und Kapitän Manuel Neuer, der an der Wade verletzt ist. Foto: imago images / kolbert-press

Der Torhüter des FC Bayern geht davon aus, dass er in dieser Saison noch spielt – und peilt eine Rückkehr gegen Leipzig an: "Das ist realistisch." Seinem Ersatzmann Sven Ulreich spricht Neuer das volle Vertrauen aus.

 

München - Als der FC Bayern das letzte Mal zu einer Pressekonferenz geladen hatte, bei der man vorher nicht genau wusste, was passieren würde, war ein denkwürdiger Auftritt dabei herausgekommen.

Im Oktober 2018 ging die krawallige Bayern-Führung um Uli Hoeneß auf Medien und Ex-Spieler los, manche Aussagen ("Ich darf an das Grundgesetz erinnern..." oder: "Juan Bernatttt") hallen bis heute nach.

Doch nun, ein halbes Jahr später, saß dort oben auf dem Podium ein sehr freundlicher Mann, der sehr freundliche Sachen sagte. "Ich habe mein Wort gegeben, dass ich hier zur Verfügung stehe, weil es viele Anfragen gab", erklärte Manuel Neuer zum Beispiel: "Ich wollte keinen unglücklich machen, indem ich ihm eine Absage erteile. Und deshalb darf jeder dabei sein." Vielen Dank, Herr Kapitän!

Neuer: "Ich wollte keinen unglücklich machen"

Es hatte ja ganz wilde Spekulationen vor diesem Neuer-Auftritt gegeben: Ist der Torhüter nach dem Spiel in Düsseldorf doch schlimmer verletzt? Droht ihm erneut eine lange Pause, vielleicht gar das Karriereende? Nichts dergleichen. "Wir haben so ein bisschen drüber geschmunzelt, ehrlich gesagt", erklärte Neuer.

Vielmehr gab sich der 33-Jährige optimistisch, noch in dieser Saison auf den Platz zurückkehren zu können: "Grundsätzlich ist es mein Ziel, so schnell wie möglich wieder zwischen den Pfosten zu stehen", sagte er: "Ich denke, dass Leipzig ein realistisches Ziel ist." Die Bundesliga-Partie gegen die Sachsen findet am 11. Mai statt.

FC Bayern: Manuel Neuer rechnete schon früher mit Verletzung

Am Sonntag in Düsseldorf musste Bayerns Kapitän in der zweiten Halbzeit das Spielfeld verlassen, die Ärzte diagnostizierten einen Muskelfaserriss in der Wade. Neuers Comeback-Plan sieht vor, dass er die Belastung in etwa zwei Wochen wieder deutlich steigert und dann rasch ins Mannschaftstraining zurückkehrt. Der Torhüter hatte in der Rückrunde schon zwei Spiele wegen einer Daumenverletzung und eines wegen Wadenproblemen verpasst.

Dabei war Neuer selbst von deutlich größeren Rückschlägen in dieser Saison ausgegangen. Er sei jetzt natürlich "frustriert und traurig", aber "eigentlich hatte ich schon viel früher mit einer Muskelverletzung gerechnet", sagte er. Dies wäre nach seiner langen Verletzungspause und einem halben Jahr auf Krücken wegen seines Mittelfußbruchs normal gewesen, "weil der Körper adaptieren muss". Glücklicherweise sei es nun keine größere Verletzung, "die mich länger zurückwirft".

Neuer: "Wir haben fast nur noch Finals"

Neuer forderte von seinen Teamkollegen, sie sollten im Titelkampf dieser "kuriosen Saison" bis zum Ende "alles reinwerfen, um vor Dortmund zu stehen, deutscher Meister zu werden – und ins Pokalfinale zu kommen". Die Bayern liegen aktuell nur einen Punkt vor dem BVB. "Wir müssen hoch fokussiert bleiben, keiner darf sich Fehler erlauben", sagte Neuer: "Wir haben fast nur noch Finals."

Das erste am kommenden Mittwoch mit dem Pokalhalbfinale bei Werder Bremen. Werder habe "starke Spieler, gerade in der Offensive", sagte Neuer: "Wir müssen gewarnt sein."

Gegen Bremen – und auch danach – wird Sven Ulreich (30) Neuer vertreten. Der Keeper gab in der vergangenen Saison lange einen hervorragenden Ersatzmann, ehe er im Champions-League-Halbfinale gegen Real Madrid patzte. "Ich bin überzeugt davon, dass er so spielt, wie wir ihn kennen", sagte Neuer: "Da mache ich mir überhaupt keine Sorgen."

Es war tatsächlich ein harmonischer Auftritt an der Säbener Straße – ganz anders als im Oktober.

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