Kampf um die Nummer eins FC Bayern: Neuer spricht nach ausgebliebenem Handschlag über ter Stegen

, aktualisiert am 26.03.2019 - 12:38 Uhr
Kontrahenten im DFB-Team: Manuel Neuer (li.) und Marc-André ter Stegen. Foto: imago/Eibner

Manuel Neuer hält für das DFB-Team stark – und setzt ein Zeichen im Zweikampf mit Herausforderer Marc-André ter Stegen. Mehr noch: Der Keeper des FC Bayern schildert das Verhältnis der beiden Torhüter.

 

Amsterdam/München - Manuel Neuer ist kein Mann der markigen Sprüche, doch an diesem Abend in Amsterdam war seine Leistung auf dem Platz aussagekräftig genug. Der 32-Jährige, Torhüter des FC Bayern und Kapitän der deutschen Nationalmannschaft, hat ein Zeichen gesetzt im Kampf um die Position im Kasten, die ihm Barcelona-Schlussmann Marc-André ter Stegen streitig macht: So schnell bekommt ihn keiner weg.

Neuer-Performance: Kampfansage Richtung ter Stegen?

Den emotionalen Sieg in letzter Spielminute kommentierte Neuer auf seine eigene, nüchtern-sachliche Art: "Ich denke, dass ich torwartspezifisch ein gutes Spiel gemacht habe." Womit er Recht hatte: Neuer, der mit seinem 86. Länderspiel mit dem ehemaligen Bayern-Torhüter Oliver Kahn gleichzog, hielt das DFB-Team mit einigen überragenden Paraden im Spiel.

Als Kampfansage in Richtung ter Stegen wollte Neuer seine Performance – natürlich – nicht verstanden wissen: "Es geht nicht um Marc, es geht auch nicht um mich", sagte er, das Verhältnis der deutschen Schlussmänner untereinander sei "gut, wir arbeiten und spielen in einer Mannschaft zusammen".

Als Neuer im Freundschaftsspiel zuvor zur Halbzeit gegen Serbien (1:1) wie verabredet dem sechs Jahre jüngeren Kontrahenten Platz gemacht hatte, war der ausgebliebene Handschlag als Symbol einer angeblichen Stimmungskrise gewertet worden.

Lob für Neuer von Bierhoff und Kimmich

Lob für Neuer gab es nach seinem starken Auftritt indes von allen Seiten: "Die Antwort hat er auf dem Platz gegeben. Wir wissen um seine Stärke. Es freut mich sehr, dass er sie in vielen Aktionen zeigen konnte", sagte DFB-Direktor Oliver Bierhoff.

Und Bayern-Teamkollege Joshua Kimmich meinte: "Wer Manu kennt, der weiß, dass er selbstbewusst ist. Wir wissen, was wir an ihm haben. In der ersten Halbzeit hat er uns einiges gerettet, zwei-, dreimal richtig, richtig gut gehalten. Gut, so einen Rückhalt zu haben, einen Fels in der Brandung." Einen, der noch nicht so schnell genug hat.

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