Kampf gegen Wohnungsnot Die Zukunft Münchens: CSU legt spektakulären Plan vor

Ausblick: Hinab in den Verkehr. Idyllisches Wohnen stellt man sich anders vor. Foto: Jürgen Bankamp

Wir wissen es alle, der Wohnraum in München ist extrem knapp. Und freie Flächen für neue Gebäude stehen auch nicht unendlich zur Verfügung. Die CSU fordert innovative Nachverdichtung - die Zukunft des Wohnens könnte über den großen Straßen liegen.

München - Was soll man machen? München ist halt wirklich schön. Die Parks, die Biergärten, die zahlreichen Seen außen herum. Kein Wunder also, dass es so viele Menschen in die bayerische Landeshauptstadt zieht. Allerdings: Der Zuzug schafft auch Probleme. Schon in wenigen Jahren soll die Einwohnerzahl die 1,7-Millionen-Marke knacken. 2035 sollen laut städtischer Demografieprognose dann schon über 1,85 Millionen Menschen in München leben. Nur leider: So schnell kann man gar nicht bauen, wie es die Leute in die Stadt verschlägt. Die Entwicklung der Immobilienpreise lässt jedenfalls nichts Gutes erahnen.

Nicht nur an Baufirmen mangelt es, die im Akkord immer neue Wohnblöcke hochziehen könnten. Vor allem der Platz wird langsam knapp. Freie Flächen, die sich für Wohnbebauung eignen, sind inzwischen rar geworden. Und in die Höhe bauen, ist sehr teuer. Die CSU im Rathaus hat sich deshalb nun ein radikales Baukonzept überlegt.

CSU hat Landshuter Allee, McGraw-Graben und A96 im Blick

Die Fraktion will große Straßen überbauen lassen. "Es ist an der Zeit, über neue Wege des Städtebaus nachzudenken", sagt Stadträtin Dorothea Wiepcke. Und ihr Kollege Sebastian Schall ergänzt: "Wir müssen jede Option zur Wohnraumschaffung in Erwägung ziehen."

Konkret denkt die CSU dabei an die Landshuter Allee, an den McGraw-Graben und an die Lindauer Autobahn (A96).

Bei der Landshuter Allee gab es eine ähnliche Idee schon einmal, den sogenannten Rossius-Plan. Dieser sah vor, den Mittleren Ring auf diesem Abschnitt tiefer zu legen, oben drüber Häuser zu bauen und die sicherlich immensen Kosten durch einen Verkauf der Wohnungen wiederzuholen. Der Vorstoß wurde seitens der Stadt als nicht umsetzbar eingestuft, wabert als Geist aber immer wieder durch die Debatten. Gleiches gilt für eine Überbauung der A96 auf Höhe der Fürstenrieder Straße. Auch hier gab es mal lose Pläne, die jedoch nie konkret wurden. Vielleicht bekommt das Thema jetzt mit dem CSU-Antrag wieder neuen Auftrieb. "Wenn wir manche Straßen und Unterführungen mit Wohnraum überbauen, könnten wir die Fläche jedenfalls doppelt nutzen", so Stadtrat Schall.

 

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