Innenverteidiger nach dem Hertha-Spiel Hummels nach Ancelotti-Rauswurf: Bin kein Königsmörder

Carlo Ancelotti (r.) ließ Innenverteidiger Mats Hummels gegen Paris auf der Bank schmoren. Foto: sampics/Augenklick

Bayern-Innenverteidiger Mats Hummels äußerte sich nach dem Spiel gegen die Hertha über das Ende der Bayern-Amtszeit von Carlo Ancelotti. Über einen neuen heißen Kandidaten wollte der 28-Jährige jedoch nichts sagen.

 

München/Berlin - Mats Hummels hat sich nach dem Unentschieden gegen Berlin vehement gegen die Vorwürfe, mitverantwortlich für den Ancelotti-Rauswurf zu sein, gewehrt.

Dabei hatte Präsident Hoeneß selbst noch Spekulationen mit seiner Aussage befeuert, dass der Italiener mit seinen Aufstellungen fünf Spieler "auf einen Schlag gegen sich gebracht" hätte. Bei der 0:3-Pleite in Paris saßen Franck Ribéry, Arjen Robben und eben Mats Hummels nur auf der Bank – Jérôme Boateng stand sogar gar nicht im Kader und musste auf der Tribüne Platz nehmen.

"Ich kann für die anderen nicht sprechen. Es wurde ja von fünf Personen geredet, für die anderen vier kann ich nicht sprechen, aber ich hatte kein Gespräch darüber, dass ich unzufrieden wäre, weil ich nicht gespielt habe oder ähnliches. Dass da von so etwas wie einem Königsmörder gesprochen wird, finde ich nicht in Ordnung. Ich weiß nicht, woher die Infos kommen oder ob es geschrieben wurde, weil ich nicht gespielt habe – aber das hat mir nicht gefallen, das würde ich nicht machen", fand Hummels nach dem Spiel äußerst deutliche Worte.

Hummels über Ancelotti-Abschied: "Das war emotional"

Zum neuen Trainer, der ja möglicherweise Thomas Tuchel heißt, wollte sich Hummels nicht äußern. "Ich kommentiere da gar nichts", so der Weltmeister kurz und knapp. Zur Erinnerung: Tuchel trainierte Hummels zuletzte noch bei Borussia Dortmund – gelinde ausgedrückt war das Verhältnis zwischen Coach und Kapitän nicht immer das beste.

Statt sich zu einem zukünftigen Trainer-Kandidaten zu äußern, sprach Hummels lieber über Ancelotti. Dieser habe sich am Freitag bei der Mannschaft in der Kabine verabschiedet. "Das war emotional, ich habe zum ersten Mal einen Trainerwechsel während der Saison erlebt. Es ist eine ganz komische Situation, wenn von einem auf den anderen Tag nicht nur er, sondern auch die vier anderen Jungs (das Trainerteam von Ancelotti, d.Red.) einfach nicht mehr da sind."

Doch einen kleinen Seitenhieb konnte sich der Innenverteidiger am Ende des Interviews dann doch nicht verkneifen. Auf die Frage, ob er überrascht sei, dass es mit der Entlassung des Italieners dann doch so schnell ging, sagte Hummels: "Ob's dann schnell war oder nicht, ist die Frage..."

Eine Aussage die zeigt, wie tief die internen Gräben zwischen Trainer und Mannschaft schon seit Wochen waren.

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