Innenverteidiger des FC Bayern Mats Hummels: Keine Angst vor der Konkurrenz

Läuft seit 2016 für den FC Bayern auf: Mats Hummels Foto: firo/Augenklick

Viel wurde zuletzt über die Rolle von Mats Hummels beim FC Bayern diskutiert. Nach dem Verbleib von Jérôme Boateng bleibt die Konkurrenz auf der Innenverteidigerposition beim Rekordmeister groß - einen Bonus möchte Hummels aber nicht haben.

München - Es war wohl die Überraschung zum Saison-Auftakt gegen die TSG Hoffenheim: Mats Hummels, in den vergangenen beiden Jahren unumstrittener Stammspieler und Führungsfigur beim FC Bayern, saß von Beginn an nur auf der Bank. Die Innenverteidigung gegen die Kraichgauer bildeten stattdessen Shootingstar Niklas Süle und der im Sommer noch so abwanderungswillige Jérôme Boateng.

Entsprechend angefressen wirkte Hummels im Anschluss an die Partie. "Topfit" sei er gewesen, hätte also spielen können. Trainer Niko Kovac hatte angesichts des 3:1-Sieges gegen die TSG die Argumente auf seiner Seite, öffentliche Diskussionen um die Rolle seines Innenverteidigers konnte allerdings auch er nicht verhindern. Hummels sei nicht schnell genug für internationales Top-Niveau, hieß es, das habe spätestens die Weltmeisterschaft in Russland gezeigt. Schon im ersten Spiel auf der Bank zu sitzen sei außerdem ein deutlicher Fingerzeig des Trainers im Hinblick auf den Rest der Saison.

Hummels: Boateng und Süle "sensationelle Innenverteidiger"

Dass derlei Diskussionen im Fußball in der Regel von kurzer Dauer sind, zeigte sich bereits acht Tage später. Beim souveränen 3:0-Sieg in Stuttgart stand Hummels und sorgte an der Seite seines Weltmeister-Kollegen Jérôme Boateng für defensive Stabilität. Gegenüber der "SportBild" äußerte sich der 29-Jährige nun zur Innenverteidiger-Situation beim FC Bayern. "Ich denke, dass alle drei unglaublich stark sind. Das ist für mich kein großer Widerspruch", sagt Hummels, dem Trainer Niko Kovac trotz seiner Erfahrung und Führungsrolle im Team keine Sonderrolle im Team zukommen lässt.

"Erfahrung ist wichtig, aber Unbekümmertheit eben auch. Alle drei sind auf einem Niveau, da gibt es keine Unterschiede", ließ Kovac zuletzt verlauten. Hummels stimmt ihm zu: "Ich brauche keinen Bonus. Jeder sitzt einmal auf der Bank, in jedem Mannschaftsteil. Es wäre sehr überheblich den anderen beiden gegenüber, wenn ich es nicht akzeptieren würde, einmal nicht zu spielen. Denn Jérôme und Niki sind einfach sensationelle Innenverteidiger."

Den Verbleib von Boateng, um den es den ganzen Sommer über Wechselgerüchte gab, bewertet Hummels derweil positiv. "Es tut uns auf jeden Fall gut, dass Jérôme bleibt. Mit nur zwei Innenverteidigern wäre es ein bisschen knapp geworden."

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