In Italien gelandet "Il Fenomeno!" Franck Ribéry beim AC Florenz euphorisch empfangen

Franck Ribéry bei seiner Ankunft in Florenz Foto: ANSA/AP

Franck Ribéry wechselt in die Serie A zum AC Florenz. Sein ehemaliger Bayern-Mitspieler Luca Toni spielt dabei eine besondere Rolle. Eine Rückkehr zum FC Bayern will er nicht ausschließen.

 

München/Florenz - Ribéry-Mania am Flughafen di Firenze Peretola: Als Franck Ribéry im lässigen T-Shirt in der Vereinsfarbe violett und lila-weißem Klubschal um den Hals die Empfangshalle betrat, strahlte der Franzose im Blitzlichtgewitter der Fotografen. Über 200 Tifosi der AC Florenz, Dutzende von Reportern und etliche Kamera-Teams bereitetem dem ehemaligen Star des FC Bayern, der standesgemäß im Privatjet angereist war, einen begeisternden Empfang. "Il Fenomeno!", riefen die Fans immer wieder. Ribéry – das Phänomen!

Bereits am Morgen hatten sich Hunderte aufgemacht, um den neuen Heilsbringer des zweimaligen italienischen Meisters mit lautstarken Ribéry-Sprechchören zu begrüßen. Der 36 Jahre alte Franzose, der sich vor wenigen Wochen mit dem Double vom FC Bayern verabschiedet hatte, war sichtlich gerührt. "Ich mag die Stadt, und außerdem kann ich schon italienisch. Danke für alles", rief er den Fans zu, ehe er in einer dunklen Limousine zum Medizincheck entschwand und anschließend sein Arbeitspapier unterschrieb.

Franck Ribéry unterschreibt in Florenz einen Zweijahresvertrag 

Der Flügelspieler hat nach eigenen Angaben bei der Fiorentina einen Zweijahresvertrag unterschrieben, der ihm angeblich vier Millionen Euro pro Spielzeit einbringt. Das Geld spielte bei Ribérys Entscheidung aber nicht die Hauptrolle. "Für mich war entscheidend, dass ich noch einen Vertrag über zwei Jahre unterschreibe", erklärte er bei "Sky Sport News HD" seine Beweggründe: "Ein wesentlicher Faktor ist zudem, dass ich meine Familie bei mir haben kann. Ich freue mich sehr, noch zwei Jahre auf hohem Niveau Fußball spielen zu können."

Auch Joe Barone, die rechte Hand des Klubbesitzers Rocco Commisso, stimmte in die Euphorie ein: "Heute ist ein wunderschöner Tag, es war eine lange Nacht. Wir freuen uns sehr über Ribéry. Der Präsident wird ihn am Freitag begrüßen, wenn er in der Stadt ankommt." Heute Nachmittag wird Ribéry im Stadio Artemio Franchi vorgestellt, am Abend präsentiert er sich in der Arena den Fans.

Luca Toni rät Franck Ribéry zu Florenz

Fiorentina-Sportdirektor Daniele Prade hatte zuvor erklärt, er warte "mit offenen Armen" auf Ribéry, der bei seinem neuen Klub unter anderem auf den früheren Bundesligaprofi Kevin-Prince Boateng trifft.

Dass Ribéry, der zuvor auch mit zwei Klubs in Katar und den Western Sydney Wanderers aus Australien in Verbindung gebracht worden war, letztendlich in der Hauptstadt der Toskana gelandet ist, hat auch mit einem früheren Bayern- Kumpel zu tun: "Ich habe mit Luca Toni gesprochen, und er hat mir gesagt, dass Fiorentina ein großer Klub und die Stadt wunderschön ist."

Franck Ribéry kann sich Rückkehr zum FC Bayern vorstellen

Eine Rückkehr zu den Bayern ist somit frühestens 2021 möglich. "Ich könnte mir eine Rolle als Sportkoordinator vorstellen, um einen Trainer zu unterstützen, mit dem ich gut zurechtkomme. Der Film ist noch nicht beendet", hatte er kurz nach seinem Abschied aus München der französischen Sport-Tageszeitung "L'Équipe" bezüglich eines weiteren Engagements bei den Bayern gesagt.

Zunächst will er bei Florenz, das vergangene Saison nur knapp dem Abstieg entronnen ist, aber an die gute Tradition früherer Bundesligastars anknüpfen. Unter anderen trugen bereits Mario Gomez und Stefan Effenberg das Trikot der Viola. Die Fans sind jetzt schon heiß auf Ribéry.

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