Immer wieder Ärger gegen Madrid Pechvogel Ulreich: Rot nach Schwalbe - weil Real aufs Fair Play pfeift

Bekam die Rote Karte: Bayern-Keeper Sven Ulreich. Foto: imago/ZUMApress

Gegen Real Madrid trübt einzig die Rote Karte gegen Sven Ulreich die Bilanz. Reals Rodrygo gab dem Keeper gegenüber zwar zu, nicht berührt worden zu sein – sagte das dem Schiedsrichter aber nicht.

 

Houston - Immer wieder Ärger gegen Real: Für Sven Ulreich, den gebürtigen Schwaben, haben Spiele gegen die Madrilenen meist ein Geschmäckle.

Im Mai 2018 hatte der Torhüter beim 2:2 im Estadio Santiago Bernabéu einen Rückpass von Corentin Tolisso unterschätzt, Karim Benzema schob ein. Am Ende stand ein bitteres Halbfinal-Aus in der Champions League gegen Real – mitverursacht durch Ulreichs Blackout, ansonsten in der Saison 2017/18 ein bärenstarker Vertreter des verletzten Nationaltorhüters Manuel Neuer.

FC Bayern: Ulreich im Pech

In Houston erwischte ihn das Unglück erneut: Erst zur Pause für Neuer in das Testspiel gegen Madrid aufs Feld gekommen, musste er in der 81. Minute wieder runter – Platzverweis nach einer Schwalbe von Reals Rodrygo. Und trotzdem Rot. "Ich habe noch zurückgezogen und daher keinen Kontakt gespürt, ihn nicht berührt. Das habe ich ihm auch gleich gesagt. Er meinte: Ja, stimmt", berichtete Ulreich, "darauf habe ich mir gesagt, erzähl' das doch dem Schiedsrichter. Einige Mitspieler haben dann auf ihn eingeredet, dass er es nicht zugeben solle."

Ulreich (30) musste vom Platz, für ihn rückte Ron-Thorben Hoffmann (20) zwischen die Pfosten und kassierte ohne jede Ballberührung den Freistoß von Rodrygo – das 3:1. Ein Schönheitsfleck. "Ich finde es schade, dass man in einem Freundschaftsspiel beim Stand von 3:0 eine Rote Karte geben muss – das war auch übertrieben vom Schiedsrichter. Es war auf jeden Fall komisch. Der Schiedsrichter war, glaube ich, eher ein bisschen auf der Seite von Real Madrid."

Ulreichs weiße Weste

Doch Ulreich, seit 2015 bei Bayern und im Juni erstmals für die Nationalmannschaft (blieb ohne Einsatz) nominiert, nahm es mit Humor. Bisher war er in seiner gesamten Profi-Karriere in 466 Partien für den VfB Stuttgart und die Münchner ohne Rote Karte geblieben. Neuers Stellvertreter, bisher in Carson gegen Arsenal (1:2) und nun gegen Real stets in der zweiten Halbzeit im Einsatz, wird nun im dritten Spiel der US-Tour gegen den AC Mailand in Kansas City in der Nacht auf Mittwoch (3 Uhr MESZ) nicht gesperrt.

Wird das Wechselspiel also fortgesetzt mit Neuer? "Ich weiß es nicht", sagte Ulreich, "vielleicht spielt der Manu jetzt am Ende der Reise noch ein ganzes Spiel."

 

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