Humorvolles Banner Mit Strohhut-Effenberg: Bayern-Ultras protestieren gegen Auswärtstrikot

Der Trikot-Protest der Bayern-Anhänger beim Spiel gegen Borussia Dortmund. Foto: sampics/Augenklick

Wieder einmal ist das Auswärtstrikot des FC Bayern Thema bei den Ultras. Mit zwei kreativen Bannern haben die Anhänger beim Spitzenspiel gegen Borussia Dortmund gegen das Dress protestiert.

 

München - Nicht nur auf dem Platz gab es am Samstagabend beim Liga-Kracher zwischen dem FC Bayern und Borussia Dortmund (5:0) einiges zu sehen. Auch auf der Tribüne der Allianz Arena sorgte eine kreative Aktion der Bayern-Ultras für reichlich Aufsehen.

Wieder einmal waren die Trikots des deutschen Rekordmeisters Thema des Protests: Mit zwei Bannern machten die Münchner Anhänger ihrem Ärger Luft – allerdings mit einer guten Portion Humor.

Effenberg wird zum Protest-Symbol

Während des Spiels zeigten die Ultras in der Südkurve zunächst ein Banner mit Ex-Spieler Stefan Effenberg im roten Bayern-Trikot und mit seiner berühmten Jubel-Pose aus dem Champions League-Finale 2001. Dazu gab es den Spruch: "Auf geht's ihr Roten – zum Platz an der Sonne". Auffällig ist der "Sponsor" auf dem Effenberg-Trikot: MRP, die Abkürzung für "Munichs Red Pride", eine Ultra-Gruppierung des FC Bayern – damit ist also auch klar, wer hinter der Aktion steckt.

So weit, so gut – doch kurze Zeit später folgte dann der Trikot-Protest: Wieder war Effenberg in der Südkurve zu sehen. Doch statt rotem Dress trug der "Tiger" diesmal das ungeliebte mintgrüne Auswärtstrikot, inklusive Strohhut auf dem Kopf, Blumenkette um den Hals und Cocktailglas in der Hand. Dazu gab es die Botschaft der Ultras: "Sowas hast im Urlaub an – nicht aufm Fussballplatz".

Ultra-Protest gegen rot-blaue Heimtrikots

Es ist nicht das erste Mal, dass sich die Ultras über die Trikots ihrer Mannschaft beschweren: Zu Beginn der Saison waren die Münchner mit einer Kombination aus rotem Oberteil und blauer Hose für Heimspiele gestartet. Der Unmut der Fans folgte prompt: Die Bayern mit blauer Farbe im Heimtrikot? Das ging ihrer Meinung nach gar nicht! Stattdessen sollten die Münchner zuhause - ganz klassisch - in Rot-Weiß auflaufen.

Etliche Proteste folgten: So wurde Ende Oktober des vergangenen Jahres beim Auswärtsspiel in Mainz ein großes rot-weißes Bayern-Trikot über den Gästeblock gespannt, dazu die Aufschrift "§1 Die Clubfarben sind unantastbar". Ein Seitenhieb in Richtung Vorstandsboss Karl-Heinz Rummenigge, der bei der legendären Polter-Pressekonferenz Artikel 1 des Grundgesetzes zitiert hatte.

Später beklebten Ultras ganz München mit Plakaten und Stickern, die den "Unantastbar"-Spruch verbreiten sollten. Die Verantwortlichen folgten dem Wunsch der Fans und erklärten, dass der FC Bayern in der restlichen Spielzeit zuhause nicht mehr mit blauer Hose auflaufen werde.

Der Liga Kracher gegen Dortmund wurde in über 200 Ländern übertragen. Die FCB-Anhänger haben wieder einmal mehr und diesmal auf der ganz großen Fußball-Bühne als deutlich gemacht, was sie von der Spielkleidung ihres Vereins halten.

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