Hofbräu, Augustiner, Paulaner, Spaten-Franziskaner Münchens Brauer streiken – Frühschicht fällt aus!

Alle Bänder stehen still, weil mein starker Arm es will: Münchens Brauer streiken. Foto: Imago

Seit 5 Uhr wird in München nicht mehr gebraut: Die Gewerkschaft Nahrung-Genuss-Gaststätten (NGG) hat die Mitarbeiter der vier größten Brauereien der Landeshauptstadt zum Streik aufgerufen. Es geht um viel Geld.

 

München – 2015 war für die bayerischen Brauereien ein gutes Jahr: Man konnte nicht nur den Gesamtbierausstoß um 2,5 Prozent steigern, sondern vor allem die Exporte aus dem Freistaat deutlich erhöhen: Um 21 Prozent stieg die Bier-Ausfuhr aus Bayern. An diesem Erfolg wollen die Brauer teilhaben und fordern daher ein kräftiges Lohn-Plus von 6 Prozent. Außerdem sollen Auszubildende pro Monat 50 Euro mehr erhalten.

Soweit zumindest der Plan der Gewerkschaft. Die Arbeitgeber sehen das naturgegeben etwas anders und haben lediglich eine Lohnsteigerung um 1,6 Prozent angeboten. Aus Sicht der NGG "eine Frechheit". Freddy Adjan, Verhandlungsführer für die 10.000 Brauereibeschäftigten in Bayern und Landesbezirksvorsitzender der NGG: "Wenn die Arbeitgeber gemeint haben, wir lassen uns mit einem Magerangebot nach Hause schicken, dann haben sie sich getäuscht. Hier ist die Antwort: Die Kolleginnen und Kollegen der vier Großbrauereien Münchens gehen gemeinsam eine Schicht lang in den Warnstreik."

Adjan weiter: "Das ist nur ein Warnsignal: Wenn die Brauherren meinen, im Jubiläumsjahr für 500 Jahre Reinheitsgebot vergessen zu können, wer seit 500 Jahren das Bier braut, abfüllt und ausliefert, dann werden wir sie daran erinnern."

Bis 14.30 Uhr geht daher bei Hofbräu, Augustiner, Paulaner und Spaten-Franziskaner gar nichts mehr. Nach dem Schichtwechsel soll die Arbeit dann aber wieder regulär aufgenommen werden. Zumindest vorerst.

 

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