Hier fliegt der Ofen Die Neo-Trattoria am Schwabinger Tor: Pizza mit Vision

AZ-Lokalredakteurin Jasmin Menrad.
Wagen sich ans Schwabinger Tor (v.l.): Fabio Spagna, Daniel Peitzner und Thomas Antesberger in ihrer Trattoria Marta. Foto: Georg-Christoph Stadler, min, AZ-Montage

Am Schwabinger Tor hat die "Trattoria der Zukunft" eröffnet. Hier fliegt der Pizzaofen.

 

Schwabing - Der Pizzaofen war zuerst da, noch vor der zwölf Meter langen Marmorbar, dem Eichendielenboden und den samtbezogenen Bänken. Daniel Peitzner und Fabio Spagna wurden über die Fortschritte bei der Fertigung in Italien mit Fotos auf dem Laufenden gehalten.

Dann passte der Pizzaofen nicht durch die Tür ihres Lokals Marta. Also wurde ein bodentiefes Fenster ausgebaut und der Ofen mit Spezialgerät reingeflogen. Der Pizzaofen ist das Herzstück von Marta, der Neo-Trattoria am Schwabinger Tor. "Das ist ein neues Viertel und deshalb nicht ohne. Das muss sich erst entwickeln und wir haben hier kein Laufpublikum", sagt Peitzner. Aber mit dem Spielplatz gleich neben der Terrasse ein Krabbelpublikum. Für die gibt’s Kinderportionen zum halben Preis.

Die Neo-Trattoria soll "die Trattoria der Zukunft" sein

Neo-Trattoria deshalb, weil die Betreiber sich so "die Trattoria der Zukunft" vorstellen: Freie Sicht in die offene Küche, Holztische und bunte Stühle, hohe Fenster und Parmesanräder als Deko. Und natürlich authentisches Essen.

Für die familiäre Heimeligkeit einer Trattoria ist die Marta mit ihren 90 Plätzen drin und 80 Plätzen draußen zu groß, aber man möchte nicht spitzfindig sein bei der authentisch neapolitanischen Pizza, die serviert wird. Keine Margarita, dafür eine Bufala (12,50 Euro) oder mit Ziegenkäse, Prosciutto, Walnüssen und Rucola (14,50 Euro). Sogar eine vegane Thunfisch-Pizza (11,50 Euro) steht auf der Karte. Der vegane Fisch ist eines der wenigen Produkte, das nicht aus Süditalien kommt.

Chefs der Neo-Trattoria: "Pasta haben wir geübt"

Mit Pizza kennen sich die Chefs aus, sie betreiben seit einigen Jahren die Kette The Italian Shot. "Pizza und Cocktails können wir, das wissen wir. Pasta haben wir geübt", sagt Peitzner. Die Pasta wird selbst gemacht und die Carbonara (immer mittwochs 10,50 Euro) kommt sogar beim Mittagstisch im Parmesanlaib.

Spagna hatte 2015 mit Schauspieler Elyas M’Barek eine Bar in der Altstadt geöffnet, erst stieg M’Barek aus, dann wurde die Bar dauerhaft geschlossen. In der Marta will Spagna ein Konzept für jedermann fahren, nicht nur für jene, die sich gerne in einem hippen Ambiente aufhalten, sondern auch für Familien und die Nachbarschaft, die im neuen Viertel wächst. Konkurrenz hat die Marta hier keine. Im näheren Umkreis steht oder fliegt kein anderer Pizzaofen.

 

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