Grün-Rot oder Grün-Schwarz? So laufen die Koalitionsverhandlungen im Münchner Rathaus

Emily Engels ist Rathaus-Reporterin der Abendzeitung.
Hier wurde am Mittwoch verhandelt, welche Parteien künftig miteinander arbeiten werden. Ein grün-schwarzes Bündnis ist nicht ausgeschlossen. Foto: imago images/Carsten Dammann

Am Mittwoch haben die Grünen und die CSU über mögliche Koalitionen im Münchner Rathaus gesprochen. Es soll "angenehm" verlaufen sein.

 

München - Wird es doch nicht wie von vielen erwartet zu einem grün-roten, sondern einem grün-schwarzen Bündnis kommen?

Ganz ausgeschlossen ist es nicht. Denn die Grünen hatten am Mittwoch die CSU zu einem Sondierungsgespräch eingeladen – und es scheint den Berichten beider Seite nach durchaus als nicht ausgeschlossen, dass die Gespräche zwischen Grünen und CSU fortgeführt werden.

CSU-Fraktionschef Manuel Pretzl sagte am Mittwoch nach dem Gespräch, das im kleinen Sitzungssaal im Rathaus mit dem nötigen Sicherheitsabstand stattgefunden hatte, der AZ: "Es war eine angenehme Gesprächsatmosphäre." Es habe zwar "Trennendes und Verbindendes" gegeben, aber insgesamt bewertet Pretzl das Gespräch als "sehr konstruktiv".

Gespräche über Corona, Wohnen, Mobilität und Klimaschutz

Auch der Grünen-Parteichef Dominik Krause spricht von einem "guten sachlichen Gespräch mit Gemeinsamkeiten wie auch Unterschieden". Auf thematische Details wolle man derzeit noch nicht eingehen, hieß es auf AZ-Anfrage von beiden Seiten.

In dem Gespräch sei es aber vor allem um die "großen Themen Corona, Wohnen, Mobilität und Klimaschutz" gegangen.

Zum weiteren Vorgehen sagt Krause: "Wir werden mit der SPD am Freitag ein Gespräch führen, überlegen wie es weitergeht." Nach diesem ersten Abtasten würde man dann nach dem Treffen am Freitag entscheiden, mit welcher der beiden möglichen Bündnis-Partner man detailliertere Verhandlungen aufnehmen werde.

 

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