Größte mobile Achterbahn weltweit Bilder: So entsteht der Olympia-Looping auf der Wiesn

Stück für Stück, Teil für Teil – Wie ein 5er-Looping entsteht, dokumentieren unsere Fotos. Foto: Daniel von Loeper

48 Transporter, ein 300 Tonnen-Kran, 1250 Streckenmeter – derzeit wird der Olympia-Looping auf dem Oktoberfest-Gelände aufgebaut. Die Bilder. 

München - In 36 Metern Höhe zieht ein ameisengroßer Arbeiter jede Schraube per Hand nach. Allein 5.000 Splinten, die Bolzen sichern, sind auf den 1250 Streckenmetern des Olympia-Loopings verbaut.

Der 5er-Looping ist ein legendäres Fahrgeschäft unter Achterbahnfans. Ist’s doch die größte mobile Achterbahn der Welt. Als das gigantische Fahrgeschäft 1989 auf der Wiesn Premiere feierte, waren Presse und Experten skeptisch, ob der menschliche Körper die starken Beschleunigungskräfte, die auf ihn wirken, aushält. Kurz zuvor war ein Arbeiter gestorben, der rausgeschleudert worden war, weil er den Bügel nicht geschlossen hatte.

Zuletzt vor neun Jahren war der Olympia-Looping das Gesprächsthema auf der Wiesn, weil nach einem Motorschaden 28 Menschen festhingen. Der Antriebsmotor war durchgeschmort, die Feuerwehr musste die Wiesnbesucher befreien.

900 Tonnen Schienen - so wird der Olympia-Looping aufgebaut

"Wir haben den Motor ausgewechselt und dann ging’s weiter", sagt Michael Bart (19), in sechster Generation Schausteller. Sein Großvater hat den Olympia-Looping in Auftrag gegeben. Seit drei Wochen baut Barth mit seinem Team aus zehn Leuten die Fahrattraktion auf. 48 Transporter haben 900 Tonnen Schienen, Schrauben und Bolzen auf die Wiesn gekarrt. Normal braucht der Aufbau zehn Tage. "Aber zur Wiesn wird noch mal speziell gewartet", sagt Barth. Die Kompressoren bekommen neue Luftfilter, Zäune werden gestrichen, Ölwechsel vorgenommen.

Los geht der Aufbau mit der Sohle, dem Fundament der Achterbahn. Auf die Bodenkonstruktion kommen die Stützen, dann die Loopings, zuletzt die Schienen. "Das ist schon ‘ne Nummer, das Einführen der Schienen in dieser waghalsigen Höhe", sagt Barth.

Zum Aufbau hat er auch einen 300 Tonnen schweren mobilen Kran. "Wir sind geübt und bauen das locker auf", fügt er hinzu. Am Dienstag war der Tüv den ganzen Tag da: Bremsen, Bügel, Rollen, Fahrbahn, Sperrgitter – alles wird überprüft und abgenommen. Stichprobenartig sogar die Schrauben in der Schwindelhöhe, die alle per Hand festgezogen wurden.

Zur Wiesn kontrolliert die Familie Barth täglich ihr Fahrgeschäft und ja, natürlich fahren sie auch selbst.

 

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