Gerücht um mögliches Engagement Ex-Trainer des TSV 1860: Hat der Karlsruher SC Daniel Bierofka auf dem Zettel?

, aktualisiert am 03.02.2020 - 13:57 Uhr
Trainierte den TSV 1860 bis zum November 2019: Daniel Bierofka. Foto: Rauchensteiner/Augenklick

Das Kapitel TSV 1860 ist für Daniel Bierofka nach dem bitteren Abgang im vergangenen Herbst beendet. Aktuell trainiert er keinen Verein, doch das könnte sich möglicherweise bald ändern: Ein Zweitligist soll an einer Verpflichtung des 40-Jährigen interessiert sein.

 

München - Derzeit dürften wohl nur wenige 1860-Fans an Daniel Bierofka zurückdenken, denn sportlich läuft es unter Nachfolger Michael Köllner so gut wie schon lange nicht mehr. Seit sieben Spielen unter ihrem neuen Trainer sind die Löwen ungeschlagen – am vergangenen Sonntag gab es ein 2:2 beim FSV Zwickau.

Dabei haben viele Anhänger nach dem bitteren Bierofka-Abgang aus Giesing im Herbst schon schwarzgesehen. Sechzig ohne den Urlöwen, der die Mannschaft nach dem Zwangsabstieg in die Regionalliga sofort wieder in die 3. Liga führte. Kann das überhaupt funktionieren?

Karlsruher SC steckt tief in der Krise

Lange war es still um Bierofka, doch nun kommen erste Gerüchte auf: Trainiert der 40-Jährige etwa bald wieder einen neuen Verein? Denn einem Bericht zufolge hat ein Zweitligist Bierofka wohl im Blick.

Wie die "Badischen Neuesten Nachrichten" berichten, könnte der Ex-Löwen-Coach möglicherweise bald beim Karlsruher SC anheuern. Trainer Alois Schwartz stand nach vier Niederlagen in Folge auf dem Prüfstand, am Montag trafen sich die Verantwortlichen der Badener und sprachen über die aktuelle Krise. Der Aufsteiger befindet sich momentan auf Tabellenplatz 17.

Am Nachmittag machte es Karlsruhe dann offiziell: Die Badener trennen sich mit sofortiger Wirkung von Schwartz! Auch Co-Trainer Dimitrios Moutas muss gehen. Bis auf Weiteres übernimmt Christian Eichner, der ebenfalls bereits als Co-Trainer zum Stab des KSC gehörte, den Posten. "Christian hat unser vollstes Vertrauen und genießt innerhalb der Mannschaft hohe Akzeptanz", erklärte Kreuzer in einem offiziellen Vereinsstatement.

In Karlsruhe könnte Bierofka zum "Feuerwehrmann" werden, der den Verein vor dem Abstieg in die 3. Liga bewahrt. Dass der 40-Jährige Mannschaften vor dem Abstieg retten kann, hat er bereits in der Saison 2015/16 bewiesen, als er die Löwen vier Spieltage vor Schluss interimsmäßig übernahm und sich mit den Sechzgern mit drei Siegen in drei Spielen von den Abstiegsrängen auf Tabellenplatz 15 kämpfte.

Ex-Löwen arbeiten mittlerweile beim KSC

Ein Grund, der für ein Bierofka-Engagement beim KSC sprechen würde. In Baden würde er im Verein auf zwei alte Bekannte treffen: Oliver Kreuzer, der mittlerweile Sportchef in Karlsruhe ist, und Necat Aygün, der seit Anfang Januar die Stelle des "Technischen Leiters Sport" übernommen hat. Beide kennt Bierofka aus seiner Löwen-Zeit. Kreuzer war von November 2015 bis Juni 2016 Sportdirektor der Giesinger, mit Aygün spielte Bierofka sogar zusammen für die Löwen.

Kurios: Noch vor zwei Tagen wollte Kreuzer nichts von einem Trainerwechsel wissen. Nach der 0:2-Niederlage am Samstag gegen Holstein Kiel sagte er, er sei weit davon entfernt, sagen zu können, dass es nächste Woche mit einem anderen Trainer besser laufen würde. Fest steht allerdings: Auch Kreuzer wird bei der KSC-Krisensitzung am Montag anwesend sein – und dabei möglicherweise ja auch von seinem alten Gefährten Bierofka erzählen.

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