"Germany's next Topmodel" Bombendrohung bei "GNTM": Anruferin hatte Insiderwissen

Die Jury: Thomas Hayo (l.), Heidi Klum und Wolfgang Joop kamen mit dem Schrecken davon Foto: ProSieben/Richard Huebner

Noch wurde die anonyme Anruferin, die für die Bombendrohung beim Finale von "Germany's next Topmodel" am vergangenen Donnerstag zuständig ist, nicht gefasst. Langsam sickern jedoch neue Informationen über den Vorfall durch.

 

Bremen - Wegen einer anonymen Anruferin wurde am vergangenen Donnerstag das Finale von "Germany's next Topmodel" abgebrochen. Die Frau hatte mit einer Bombe gedroht. Es wurde die Entscheidung gefällt, die Ausstrahlung einzustellen und die Mannheimer SAP-Arena zu räumen.

Die Anruferin soll über Insider-Informationen verfügt haben und sehr ernst zu nehmend geklungen haben, wie die "Bild am Sonntag" nun berichtet. So habe die Frau nicht die gebräuchliche Hotline der Arena, sondern eine interne Büronummer des Betreibers angerufen. Die Unbekannte soll auch gewusst haben, dass dieses Telefon während der Show besetzt sei. Das Landeskriminalamt ermittle nun, schätze die Chancen auf eine Ergreifung der Täterin allerdings eher schlecht ein, wie "BamS" erfahren haben will.

Während die Kandidatinnen und die Jury zunächst hinter die Bühne gebracht wurden, habe bereits ein Krisenstab aus "Polizei, Security, Betreiber und Senderverantwortlichen" getagt und sich über die Lage beraten, wie Sendersprecher Chistopher Körfer dem Blatt bestätigt. Im Stab sei die Frage gestellt worden, ob man noch für die Sicherheit der Menschen garantieren könne. Ein Anwesender habe mit "Nein" geantwortet, was laut Krisenplan eine Räumung des Veranstaltungsortes nach sich ziehe. "Also fiel die Entscheidung, die Halle zu evakuieren", erklärt Körfer.

Wie es weiter heißt, dementiere die Polizei zwar, an der Entscheidung beteiligt gewesen zu sein, sie lobe aber die zuständige Security. "Es lief sehr schnell und ohne Verletzte ab", erklärt Polizeisprecher Dieter Klumpp der Zeitung. "Anschließend haben wir beraten, ob die Show fortgesetzt werden kann, was durch den Fund eines verdächtigen Koffers nicht der Fall war." Dieser stellte sich allerdings als unbedenklich heraus und auch sonst konnte kein Sprengstoff gefunden werden.

Wie Sendersprecher Körfer weiter erklärt, habe sich ein Psychologe nach dem Abbruch um die Kandidatinnen gekümmert, "um den Schreck und die Enttäuschung zu verarbeiten. Wir schotten sie zurzeit ab, um ihnen unnötigen Stress zu ersparen." Am 28. Mai soll das Finale nun nachgeholt werden - ohne Live-Show.

 

 

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