gAZtro-Neueröffnung Tannengarten in Sendling: Neuer Glanz mit neuen Pächtern

AZ-Lokalredakteurin Jasmin Menrad.
Melanie Grenzdörffer und Betriebsleiter Michael Schulz Foto: AZ/min

Das altehrwürdige Gasthaus Tannengarten in Sendling erstrahlt in neuem Glanz mit neuen Pächtern.

 

München - Tannen hat man im Tannengarten in Sendling bisher vergeblich gesucht – bis jetzt.

Das altehrwürdige Wirtshaus mit dem Biergarten anno 1889 erstrahlt in neuem Glanz, in tannengrünem Glanz. Sogar eine "Sendlinger Initiative zur Erhaltung des historischen Ensembles Tannengarten" hatte sich gegründet, nachdem 2015 bekanntgeworden war, dass das Wirtshaus geschlossen werden soll. 2015 hatten neue Pächter übernommen, doch heuer wurde das Lokal wieder geschlossen.

Die Wirtsleute Grenzdörffer haben nicht lange gezögert, als die Brauerei Ayinger ihnen den Tannengarten angeboten hat.

Grün dominiert im Tannengarten

Der Gastraum mit 160 Sitzplätzen erstrahlt jetzt in frischem Tannengrün, hier eine Mooswand, da Gerste, Hopfen und Malz als Deko und Fotos aus der Brauerei um 1920 an den Wänden. "Die Bar mit den grünen Fliesen, die die Kühle und Frische des Biers vermitteln, haben wir uns vom Platzl abgekupfert. Aber das passte einfach so gut hier herein", sagt Wirtin Melanie Grenzdörffer, die die Räume gestaltet hat. Mit ihrem Mann Markus Grenzdörffer betreibt sie auch die Ayinger Alm in Ottobrunn. Um sich im neuen Viertel beliebt zu machen, verkaufen sie eine Kennenlern-Box mit fünf Flaschen Ayinger und einem Glaskrug für fünf Euro und wollen Stammtische mit Stammkrughalter und Bier aus dem Holzfass zum Selbstzapfen für sich gewinnen (3,90 pro Halbe).

Die Karte mag's allen Recht machen und weil Küchenchef Pierre Schmid seine Spätzle als Beilage zum Schweinefilet mit Rahmschwammerl (18 Euro) selbst macht und den Schweinebraten (10 Euro) zwei Mal täglich frisch zubereitet, könnte das gelingen. Wer's weniger gutbürgerlich mag, bekommt Rote-Beete-Risotto mit Ziegenkäse (12,50 Euro) serviert oder als Veganer ein Nudeltrio mit Schmortomate und Basilikum-Pesto (12 Euro).

Im Biergarten schaut's aus wie immer

Besonders empfehlenswert: Die Nachspeisenkarte mit Tonkabohnencreme, die nach Vanille und Waldmeister schmeckt, eine halbgefrorene Kugel mit Himbeermantel und Cassissorbet (9 Euro). Kinder haben eine eigene Karte zum Ausmalen und dürfen sich nach dem Essen einen Kindercappucino holen, also Milchschaum. In zwei Nebenzimmer sollen die Sendlinger künftig die Feste feiern, wie sie fallen: In der Wildschützstubn haben etwa 40 Gäste Platz, im Salettl doppelt so viele.

Während das Wirtshaus einen neuen Anstrich erhalten hat, schaut's im Biergarten aus wie immer. Das Helle kostet auch hier 3,90 Euro, dazu steht klassisches Biergarten-Futter wie 200 Gramm Leberkäs (5 Euro), Spare Ribs (10 Euro) oder Ofenkartoffel mit Sauerrahm (5 Euro) auf der Tafel. Tannen gibt's auch hier nicht, aber unter denen sitzt es sich auch nicht so lauschig wie unter Ahorn.


Pfeuferstr. 32, Montag Ruhetag, sonst ab 11 Uhr, Biergarten ab 16 Uhr, Wochenende und Feiertag ab 12 Uhr. Tel. 089-76 70 20 60.

 

0 Kommentare

Kommentieren

  1. Ihre Daten können Sie in Ihrem Benutzerkonto ändern. Dieses finden Sie oben rechts .

loading