gAZtro Neueröffnung "Irmi" im Le Méridien: Die Irmgard vom Bahnhofsviertel

Felix Oberthür am sieben Meter langen Tresen mit einem Tafelspitz. Foto: min

In der Goethestraße gibt’s bayerische Küche an unterschiedlich hohen Tischen und Giesinger Bier.

Die Schürzen sind aus Leder und nicht weiß und gestärkt. Vielleicht muss deshalb jeder nachfragen, wer denn diese "Irmi" ist, nach der das neue Restaurant vom Le Méridien im südlichen Bahnhofsviertel benannt ist. Es ist Irmgard (Erni Singerl), die Haushälterin vom Monaco Franze.

"Irmi": Benannt nach der Haushältin von Moncao Franze

Die Irmgard vom Bahnhofsviertel ist Felix Oberthür (40), den einige aus dem Viertel als Betriebsleiter vom St. Anna Hotel kennen. "Ich will, dass die Gäste nicht nur wegen des guten Essens und dem Bier kommen, sondern, dass sie wegen mir und meinem Team kommen", sagt Oberthür. Momentan sind besonders internationale Gäste aus dem Le Méridien und den umliegenden Hotels im Irmi. Das Lokal öffnet erst um 17 Uhr, weil die Hotelgäste hier frühstücken, mittags Veranstaltungen sind. Am Abend geht der Bar- und Restaurantbetrieb los.

"Wir werden gerade entdeckt", sagt Oberthür und erzählt von zwei Frauen, die im Hotel jede Woche schwimmen und danach vorbeischauen und dem Stammgast, der fast täglich kommt und seine Zeitung liest.

Entdecken könnten die Irmi vor allem Kinobesucher. Der Mathäser Filmpalast ist ums Eck und im Irmi gibt’s auch Kleinigkeiten, so dass zum Film noch ein großes Popcorn reinpasst – etwa die Kürbiscremesuppe mit geräucherter Forelle (6,50 Euro) oder Brot mit Apfelgriebenschmalz, Obazda (sehr gschmackig und cremig) und Kräuteraufstrich (5,90 Euro). Oder der Gast spart sich das Popcorn danach und isst einen im Ofen gerösteten Tafelspitz mit Kartoffelpüree und Gemüse (18,40 Euro).

Helles kostet 3,70 Euro

Aus zehn Zapfhähnen wird Giesinger gezapft, der halbe Liter Erhellung kostet 3,70 Euro. In den Kühlschränken hinter dem Tresen stehen internationale Craftbiere.

Der Raum ist lang und groß, vom Fenster weg werden Tische und Stühle immer höher bis zu einem sieben Meter langen Eichentresen. Vier große Türen zum Innenhof sollen im Sommer geöffnet werden, in den Sitzgruppen lümmeln die Leute. 122 Plätze hat der Wirtsraum, ein großer Nebenraum kann abgetrennt werden.

Nur finden müssen die Gäste das Irmi. Denn wer nur eine Sekunde unaufmerksam ist, ist in der Goethestraße schon dran vorbeigelaufen und steht vor dem nächsten Friseurgeschäft und dem nächsten Callshop.

Und auch wenn die meisten Gäste derzeit über das Hotel kommen, will Felix Oberthür seine Irmi als eigenständiges Projekt sehen. Deshalb erzählt er gerne, dass sie eine andere Postleitzahl als das Le Méridien direkt nebendran haben.


Goethestr. 4, täglich 17 bis 23.30 Uhr. Tel: 089 24 22 24 10; www.irmi-muenchen.de

 

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