gAZtro-Herzenslokal Baader Café: Hier gibt's das beste Frühstück in München

Im Baader Café hat sich wenig verändert, und das gefällt. Foto: my

Das Baader Café im Gärtnerplatzviertel widersteht allen Trends – und das ist gut so.

München - Eigentlich egal, wann die Verabredung stattfinden soll, fragt mich jemand, "Und wo willst du hin?", sage ich immer: "Ins Baader."

Im Baader ist es schön, im Baader sind angenehme Leute, im Baader läuft gute Musik, im Baader schmeckt das Essen. Müsste das Baader eines Tages schließen (Gott bewahre!), könnte man wegen mir – sorry – auch gleich das ganze Gärtnerplatzviertel dichtmachen.

Bestes Frühstück in München

In dem Café in der Baader Straße gibt es das beste (!) Frühstück, und zwar bis 16 Uhr. Sonntags als Buffet (bis 15 Uhr), das hat zur Zeit allerdings Sommerpause. Mein All-time-Favourite: Der French Toast mit Bacon, Sirup und frischen Früchten (6,40 Euro), genausogut ist aber zum Beispiel auchder "Breakfast Burrito" mit Rührei, Käse, Tomaten, Lauchzwiebeln, Salsa und Sauerrahm (5,90 Euro), den es hier schon gab, bevor an allen Ecken Taco- und Burrito-Buden aus dem Boden schossen.

Für den kleinen Hunger tagsüber gibt’s sehr guten Kuchen, Panino oder Focaccia – ich will aber immer den Schinken-Käse-Toast (2,80 Euro). Die Standards sind eine Bank, hausgemachte Käsespätzle mit Salat gibt’s für 8,90 Euro.

Zum Abendessen wartet jeden Tag eine frische Abendkarte mit Klassikern und Kreativem. Wahnsinnig gut ist das Wiener Schnitzel mit Preiselbeeren und Kartoffel-Gurken-Salat (14,80 Euro; manchmal auch Bratkartoffeln), köstlich waren der italienische Kalbfleischeintopf "Spezzatino" (12,60 Euro) oder die Rotondi mit Gorgonzola-Walnussfüllung, Weißweinbutter, Rucola und Trauben (9,20 Euro). Dazu gibt’s alle Getränke, die man braucht, Bier auch in klein, was mir total entgegenkommt (Löwenbräu Hell 0,4l 3 Euro, 0,2l 1,80 Euro), Cider oder Cidre (4,20 und 4 Euro), diverse Aperitifs, Liköre, Schorlen, Heißgetränke (kleiner Kakao 2,30 Euro).

Baader Café: Buntes, entstpanntes Publikum

Im Baader treffen sich Nachbarn und alle anderen. Das Publikum ist bunt gemischt, die 20-Jährigen müssen sich nicht zu jung, die 50-Jährigen nicht alt fühlen. Viele kommen seit Anfang an und sind ein bisschen mit dem Baader gealtert. Alle können hier auch mal entspannt versacken.

Seit ich das Baader kenne, Mitte der 90er, sieht es so aus wie heute. Zum Glück. Der Laden ist das, was man zeitlos nennt. Dunkle Marmor-Tischplatten, schwarze Ledersitzbank und stylishe wie bequeme Stühle aus Chrom und Holz. Vielleicht war es deshalb auch gerne schon Drehort zum Beispiel 2006 in "Shoppen" von Ralf Westhoff. Eine Attraktion vor allem für die etwas jüngeren Gäste – es gibt (noch) Kassetten.

Ein bisschen verändert hat sich das Baader schon: Alte Fotos verraten, am Eröffnungstag 1985 war das Baader im Thekenbereich noch strahlend weiß, die Wand gelblackiert getäfelt und man saß auf weißen Plastikklappstühlen. Die weißen Lampen über der Theke, die hingen aber damals schon. Draußen vorm oder drinnen im großen Fenster sitzt man damals wie heute. Das wird hoffentlich noch lange so bleiben.


Baaderstraße 47, So-Do 09.30 - 1 Uhr, Fr-Sa 09.30 - 2 Uhr

 

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