gAZtro Augustiner Stammhaus: Neues Restaurant in besonderen Räumen

Stolzes Vater-Sohn-Duo: die Augustiner-Wirte Manfred und Thomas Vollmer im neuen prächtigen Delphinzimmer. Foto: Daniel von Loeper

Im Augustiner Stammhaus gibt’s überm Wirtshaus jetzt ein schickes Restaurant – in der ehemaligen Wohnunge der Brauerei-Familie Wagner.

 

München - Unter der opulenten Stuckdecke hängen Jugendstil-Lampen. An den Wänden, tapeziert mit vergoldeten Ornamenten, befinden sich reich verzierte Spiegel und Gemälde. Man sitzt auf verschnörkelten Barockstühlen oder in gemütlichen Sofaecken – umgeben von Blumenbouquets, historischen Fotografien und ledergebundenen Büchern.

Ein wahrlich herrschaftliches Ambiente. Eines, in dem man ab diesem Donnerstag zum Essen beziehungsweise zum Speisen einkehren kann.

Augustiner Stammhaus: Neuer Glanz im ersten Stock

Dieses außergewöhnliche neue Restaurant ist nicht etwa in einem Schlösschen entstanden, sondern dort, wo man es wohl am wenigsten erwarten würde: quasi mitten in einem Wirtshaus. In den Augustiner Großgaststätten der Wirtefamilie Vollmer in der Fußgängerzone, Neuhauser Straße 27.

Die beliebte Wirtschaft im Augustiner Stammhaus wurde in den letzten vier Jahren von Grund auf renoviert. Den Abschluss bildete der erste Stock, wo sich bislang die zwei Festsäle für Veranstaltungen sowie Büros und eine Anwaltskanzlei befanden. Ab heute ist der erste Stock nun offiziell in ganz neuem Glanz für jedermann geöffnet.

Neben den renovierten Festsälen gibt es jetzt fünf einzigartige farbenfrohe Salons zu bestaunen, die dort entstanden, wo Büros und Kanzlei untergebracht waren – in historischen Räumen: Einst wohnte hier die Augustiner-Familie Wagner.

Ursprünglich wurden die Wohnräume vom berühmten Münchner Architekten Emanuel von Seidl Ende des 19. Jahrhunderts gestaltet. Mit Denkmalschützern, Restauratoren und viel Liebe zum Detail hat sie Augustiner wieder auferstehen lassen.

Alter Glanz im Stil der Kaiserzeit

Federführend war Catherine Demeter, Nachfahrin der Augustiner-Gründerfamilie Wagner. Die engagierte Augustiner-Chefin ersteigerte unter anderem Möbel bei Auktionen, ließ Tapeten originalgetreu prägen und sorgte aus Familienbesitz für all die historischen Fotografien an den Salonwänden.

In dieser fraglos "einmaligen Umgebung" (so Demeter), in diesem "alten Glanz im Stil der Kaiserzeit" (so Augustiner-Geschäftsführer Martin Leibhard) kann man ab heute gehobene bayerische Küche genießen.

Wie Wirt Thomas Vollmer betont, legt er nicht nur viel Wert auf Frische und Saisonalität, sondern auch auf vernünftige Preise. Aktuell gibt es in den Salons beispielsweise karamellisierten Ziegenkäse auf Gemüseragout (14,90 Euro), Kürbis-Schaumsuppe mit Garnele (7,50 Euro) oder für 19,90 Euro Kalbsbackerl mit Pilzen und Co.

Bei der Eröffnungsfeier durfte probiert werden. Das Fazit: Die Küche überzeugt ebenso wie das schmucke Ambiente im roten Herrensalon oder im vergoldeten Delphinzimmer.


Neuhauser Str. 27, Montag bis Samstag 9 bis 0 Uhr, Sonntag 10 bis 0 Uhr

 

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