"Gastronomie wird totgemacht" München: Für Cafés - FDP fordert autofreie Straßen im Sommer

Ziemlich viel Verkehr: In den Sommermonaten sollen Autos und Radler nicht mehr durch die Reichenbachstraße fahren können. Foto: Bernd Wackerbauer

Um Cafés zu unterstützen, fordert die FDP zukünftig Münchner Straßen verkehrsfrei machen.

 

München - Autofreie Zonen auf Zeit. Ein Modell aus Stockholm, das diesen Sommer nach München kommen soll. Grundsätzlich befürwortet das auch die FDP-Hut-Fraktion. Trotzdem gab es am Mittwoch im Stadtrat scharfe Kritik von Fraktionschef Michael Mattar. Und zwar an der Nutzung der Parklets – den acht Parkbuchten, die im Sommer zu Gehwegen erweitert werden sollen.

OB-Kandidatin Habenschaden schießt gegen die Stadt

"Cafés ohne Außenbereich machen im Sommer oft pleite", so Mattar. Die Parklets könnten von den Gastronomen vor Ort genutzt werden, statt als extra Flanier-Fläche. Das sei auch in Stockholm so. "Tun wir das nicht, wird die Gastronomie von uns totgemacht", mahnte Mattar. Auch sonst gab es scharfe Kritik am recht vorsichtigen Plan der Stadt, zunächst nur Alpenplatz (Obergiesing) und Schwanthalerstraße/Parkstraße (Westend) zu Sommerstraßen umzuwandeln. Und das nur auf Zeit. OB-Kandidatin Katrin Habenschaden (Grüne) sprach von einer "unambitionierten, trägen Arbeitsweise".

SPD und Grüne beantragten deshalb, dass auch die Westenriederstraße (Altstadt) ins Projekt aufgenommen werden soll. Eine Abstimmung wurde auf Juni verschoben. Vertagt wurde auch die Abstimmung über den "Masterplan" zur autofreien Altstadt. Neu war etwa Mattars Vorschlag, die Dienerstraße für den Privatverkehr zu sperren. OB Dieter Reiter (CSU) befürwortete das: "Hier gibt es eh nur nervigen Umkehrverkehr."

 

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