Für Familien und Adrenalin-Junkies Höher, schneller, oider: Das sind die Neuen auf der Wiesn

AZ-Lokalredakteurin Jasmin Menrad.
Wiesnchef Josef Schmid (rechts) mit Gruselute. Foto: dpa

Die Fahrgeschäfte werden krasser, es gibt aber auch Spaß für die ganze Familie.

 

München - Wenn am Samstag um 9 Uhr die Wiesn ihre Tore öffnet und die Menschenmassen in Tracht drängen, werden sie über ein neues Lautsprechersystem in drei Sprachen begrüßt: Deutsch, Englisch und Bayerisch. Letzteres gesprochen von Kopf-ab-Legende Manfred Schauer, dem Schichtl. Doch nicht nur die Lautsprecher sind heuer neu.

Sechs Fahrgeschäfte feiern ihre Wiesnpremiere und zwei neue Zelte laden die Hungrigen und Durstigen ein. Am höchsten heraus ragt der Jules Verne Tower von Schausteller Manfred Goetzke. Der war auf der Wiesn schon mit seinem 55 Meter hohen Kettenflieger Alex Airport. Mit dem neuen Jules Verne hat er noch einen draufgesetzt: In 70 Metern Höhe mit bis zu 65 km/h gibt's hier eine einzigartige Aussicht über München. Wer empfindliche Ohren hat, sollte eine Mütze tragen.

Das krasseste Fahrgeschäft ist der XXL-Racer, bei dem sich eine freischwingende Gondel um eine horizontale Achse dreht. Während die Fahrgäste am Boden ein- und aussteigen, warten die anderen Passagiere in 55 Metern Höhe. Wer sich traut, die Augen zu öffnen, erlebt eine wunderschöne Wiesn von oben. Allerdings dürfen hier nur Gäste bis zu einer Größe von 1,85 Metern mitfahren. Große Helden müssen sich ihren Thrill woanders holen.

Die ganze Familie wird im Voodoo Jumper sitzend im Kreis herumgewirbelt. Der schnelle Hüpfer katapultiert die Gondeln auf und ab und schafft so einen Freifalleffekt ganz ohne Kopfüberfahrt.

In der neuen Achterbahn Drifting Coaster sitzen die Passagiere Rücken an Rücken in einer ausschwingenden Gondel, die bis zu 60km/h und eine Neigung von bis zu 120 Grad in den Kurven erreichen kann.

Wer dann noch eine vorzeigbare Frisur hat, kann im Photopalast anno 1900 vorbeischauen. Dort hat Karl Oberreiter einen Fundus an historischen Kostümen - vom Wäschermadl bis zum Anzug eines Gigolos. Im Geister Palast erkennen Wiesnstammgäste die Odyssee Bahn. Jetzt erschrecken Horrorhaie und lebende Gruselgestalten.

Auch auf der Oidn Wiesn gibt's Neues : Für einen Euro reiten Kinder auf Schweinderl oder Holzpferden oder fahren im Märchenlandexpress. Im neuen Zelt "Zur Schönheitskönigin" treten Volkssänger auf. Wer wieder auf die trubelige Wiesn schlendert, sollte einen Blick ins neue Zelt der Ochsenbraterei werfen. Das schaut aus wie früher mit einer geschwungenen Fassade.

 

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