Flick: Minimalziel Olympia-Quali U21-EM: DFB-Elf gegen Dänen unter Druck

Hansi Flick hält große Stücke auf die deutsche U21 - rechts Stürmer Philipp Hofmann. Foto: dpa

DFB-Sportdirektor Hansi Flick hat von der U21 bisher nur Gutes gesehen. Flick ist überzeugt davon, dass das Hrubesch-Team die Olympia-Qualifikation schafft. Auch wenn das 1:1 gegen Serbien die Sache nicht leichter macht.

 

Prag - Qualität setzt sich durch. DFB-Sportdirektor Hansi Flick hat keine Zweifel, dass sich die hochgelobten deutschen Fußball-Junioren bei der U21-EM in Tschechien steigern werden.

"Es ist mit dem 1:1 gegen Serbien nichts passiert. Wenn Sie ihre Qualität einbringt, dann bin ich überzeugt, dass sie ihr Minimalziel erreicht. Das heißt Olympia-Qualifikation", sagte Flick am Freitag vor dem zweiten Gruppenspiel Deutschlands gegen Dänemark (Samstag/20.45 Uhr/ZDF).

Die Olympia-Qualifikation wäre mit dem Halbfinal-Einzug perfekt, was angesichts der mageren deutschen Bilanz eine historische Dimension hätte. "Das letzte Mal, dass wir dabei waren, ist sehr lange her", sagte Weltmeister Flick, der nach dem WM-Triumph 2014 in Brasilien den Posten des Sportdirektors beim Deutschen Fußball-Bund (DFB) übernahm.

Letztmals hat 1988 in Seoul ein deutsches Team um die späteren Weltmeister Jürgen Klinsmann und Thomas Häßler an Olympischen Spielen teilgenommen - und Bronze geholt. +

"Unser Anspruch und auch klares Signal aus der Bundesliga ist, dass wir bei Olympia dabei sein wollen. Jeder Leistungssportler, der die Chance hat dabei zu sein, wird das machen - allein wegen des olympischen Gedankens", sagte Flick.

Der 50-Jährige ist überzeugt davon, dass diese U21 mit Weltmeister Matthias Ginter, Triple-Sieger Marc-André ter Stegen oder England-Profi Emre Can diesen Ansprüchen gerecht werden kann. Seit Wochenbeginn befindet sich der ehemalige Profi im Kreis des Teams von DFB-Trainer Horst Hrubesch. Die Freude, mit der die Spieler und die Ergänzungsspieler bei der Sache seien, vermittle ihm ein sehr gutes Gefühl.

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"Man muss zwar gut in ein Turnier reinkommen, aber auch dranbleiben", erklärte Flick. Wie Hrubesch sieht auch der DFB-Sportdirektor die Dänen als eine von acht starken Mannschaften bei diesem Turnier. "Dänemark kann gut Fußball spielen, sie lieben es, den Ball flach zu kombinieren. Sie haben alte Bekannte im Team - Vestergaard, Poulsen oder Hojberg. Es ist schon eine Mannschaft, die enorm hohe Qualität besitzt", sagte Flick auch mit Blick auf die Deutschland-Profis im Team.

Die Hrubesch-Truppe konnte gegen Serbien erst in der zweiten Halbzeit ihr Potenzial abrufen - vor allem nach dem Platzverweis für Linksverteidiger Christian Günter. Ihn wird im Stadion Eden voraussichtlich der Berliner Nico Schulz vertreten.

Auf der zweiten Sechserposition könnte neben Can Joshua Kimmich statt Moritz Leitner beginnen, auf der linken Außenbahn Leonardo Bittencourt.

"Wir müssen gegen Dänemark so spielen wie in der zweiten Halbzeit gegen Serbien", sagte der talentierte Kimmich, der für 8,5 Millionen Euro von RB Leipzig zum FC Bayern wechselt.

Torwart und Titel-Sammler Marc-André ter Stegen meinte im Rückblick auf die magere Kulisse im ersten Spiel (5490 Zuschauer): "Die Richtung ist klar: Wir wollen und haben eine große Chance, gegen diesen starken Gegner zu gewinnen. Mir ist es egal, ob ich vor 5000, 10 000 oder 120 000 Zuschauern spiele. Am Ende geht es um das Spiel."

 

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