FC Bayern verpflichtet Vidal Laufsteg Bundesliga: Irokesen-Krieger gegen Alm-Öhi

Arturo Vidal, Serey Dié und "Toni" Sailer: Die Bundesliga und ihre extrovertierten Stars. Foto: dpa/Augenklick/twitter.com/kingartuor23

Tattoos en masse und haarsträubende Frisuren: Die Bundesliga hat in Sachen Styling auch in der anstehenden Saison einiges zu bieten. Bayern-Neuzugang Arturo Vidal und der Darmstädter Marco Sailer gelten als Blickfang.

 

Frankfurt/Main - Der "Krieger" kommt selbstbewusst mit seiner akkurat gestylten Irokesen-Frisur daher, der "Alm-Öhi" indes setzt auf seinen seit sieben Monaten wild sprießenden Rauschebart als Glücksbringer. Wenn Bayern Münchens potenzieller Neuzugang Arturo Vidal am 5. Spieltag gegen Aufsteiger Darmstadt 98 mit Marco Sailer spielt, dann trifft meisterliche Extravaganz auf urige Entschlossenheit.

Sowohl "Irokese" Vidal als auch "Toni" Sailer gelten in der am 14. August startenden Bundesliga-Saison als Blickfang. Angst muss man um das mehrere Zentimeter lange Markenzeichen des Darmstädter Kultkickers nicht haben, das seit über einem halben Jahr wächst und wächst - und längst zu einem Symbol des Lilien-Aufstiegs geworden ist. "Der Bart gehört jetzt irgendwie zu mir. Warum soll ich den jetzt abmachen, nur für ein schönes Bild? Nein", sagte "Catweazle" Sailer der Bild-Zeitung und verriet: "Jeder denkt immer, der stoppelt. Aber er ist ganz weich." Nur seitlich stutzt der 29-Jährige sein Schmuckstück: "Vorne kommt überhaupt nichts weg."

Eine Gemeinsamkeit mit dem Chilenen Vidal gibt es trotzdem: Wie viele Bundesligaprofis sind die Beiden stolze Besitzer von Tattoos. Den Körper des Neu-Münchners Vidal, der bei den Bayern noch seinen Medizin-Check abslovieren muss, zieren zahlreiche bunte Bildern. Besonders sticht dabei eine Tätowierung heraus, die auf das Selbstvertrauen des 28-Jährigen schließen lässt: "Il Campione" - der Champion.

Auch das Gesicht seiner Mutter Jacqueline, die Spitznamen seines Sohnes Alonso ("Alonsito") sowie seines Neffen Arturo ("Arturnito") sind bei Vidal verewigt. Dazu auf dem Bauch ein Pferd samt Jockey. "Ich liebe diese Tiere einfach", sagte der ehemalige Star von Juventus Turin, bei dem Spiderman vom rechten Arm grüßt.

Mit Spiderman-Maske bejubelte einst auch Pierre-Emerick Aubameyang einen Treffer. Der schillernde Torjäger von Borussia Dortmund, der sich an den Schläfen schonmal das Konterfei von Batman einrasieren lässt und früher in Strass-Steinen besetzten Edelschuhen auflief, kommt derzeit recht unspektakulär daher. Für seine Verhältnisse zumindest - aber mit Starkstrom-Frisur wie der legendäre Box-Promoter Don King.

Obenrum kürzer mag es neuerdings Weltmeister Jerome Boateng, der vom Männermagazin "GQ" zum stilvollsten Mann Deutschlands gekürt wurde. "Ich hatte einfach mal Lust auf eine Kurzhaarfrisur", meinte der Bayern-Profi und feixte in Richtung seines kahlköpfigen Trainers Pep Guardiola: "Damit habe ich nicht wie er das Problem, vor dem Spiegel zu stehen und mir die Haare zu machen."

Die Antwort von Guardiola ließ nicht lange auf sich warten: "Ich habe mich entschieden, die Haare zu verlieren, um nie in die Versuchung zu kommen, eine Frisur wie Jerome zu tragen", meinte der Spanier schmunzelnd.

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Den Vogel in punkto Farbtupfer schießt Stuttgarts Serey Dié ab. Doch nicht, weil er sich seinen Hahnenkamm blondiert hat. Der Ivorer trägt nach Bild-Informationen aus reinem Aberglauben einen Verband am rechten Unterarm.

Doch egal, ob Vidal, Sailer oder Dié: So durchgeknallt wie Mauricio Pinilla sind sie nicht. Der chilenische Nationalspieler vom italienischen Klub Atalanta Bergamo hatte sich seinen Lattentreffer beim verlorenen WM-Achtelfinale 2014 gegen Gastgeber Brasilien (2:3 i.E.) auf den Rücken tätowieren lassen - zusammen mit dem Schriftzug "One centimeter from glory" ("Ein Zentimeter vom Ruhm entfernt").

 

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