FC-Bayern-Stars starten ins Turnier James und Lewandowski: Ronaldos Baller-Rivalen bei der WM

Experten vor dem gegnerischen Tor: Die Bayern-Profis James Rodríguez (l., Kolumbien) und Robert Lewandowski (r., Polen), die mit ihren Teams das WM-Turnier beginnen. In der Mitte: Portugals Cristiano Ronaldo, der im ersten Spiel gegen Spanien einen Hattrick erzielte. Foto: Li Ga/xinhua, Eugene Hoshiko/AP, Federico Gambarini/dpa/AZ

Die Bayern-Stars James Rodríguez und Robert Lewandowski, zwei Kandidaten für die Torjägerkrone, starten in die WM: "Einfach guten Fußball spielen."

Moskau - Als letztmals ein polnischer Stürmer die Fußball-WM eroberte, war Robert Lewandowski noch gar nicht auf der Welt. 1974, bei der Endrunde in Deutschland, verzückte der geniale Grzegorz Lato die Fans mit insgesamt sieben Toren. Der Polen-Angreifer wurde Torschützenkönig – und führte sein Team auf einen sensationellen dritten Platz. Ob Lewandowski (Jahrgang 1988) 44 Jahre später nachziehen kann?

Der Bayern-Stürmer, der in seiner Heimat nun sogar eine eigene Briefmarke bekommen hat, startet an diesem Dienstag (17 Uhr) mit dem Spiel gegen Senegal in seine erste WM. In den Vorbereitungsspielen gegen Chile und Litauen traf Lewandowski jüngst dreimal, präsentierte sich in Topform.

Lewandowski ist heiß auf WM-Tore

Nun, in Russland, kann er sich ins internationale Schaufenster stellen. Schon vor Wochen forcierte Lewandowskis Berater einen Abschied aus München, allerdings schlossen die Bayern-Bosse einen Verkauf kategorisch aus. "Die wichtigen Spiele kommen jetzt", sagte der 30-Jährige bei "fifa.com" und ergänzte: "Ich will, dass mein Torhunger noch größer wird."

So groß, dass er Lato beerben kann? "Die ganze Mannschaft weiß natürlich, dass ich von den gegnerischen Verteidigern ganz besonders eng gedeckt werde, so wie das auch schon 2016 in Frankreich war", erklärte er. "Wir hoffen, daraus unseren Vorteil zu ziehen. Wenn ein anderer unserer Spieler trifft, ist das großartig. Es muss nicht immer ich sein."

Bayern-Spieler bei der WM besonders treffsicher

Bescheidene Worte des Angreifers. Dabei hätte es fast schon Tradition, wenn ein Spieler mit Bayern-Bezug Torschützenkönig der WM wird. Zur Erinnerung: 1970 war Gerd Müller mit zehn Treffern beim Turnier in Mexiko nicht zu schlagen. 2006 holte sich Miroslav Klose den Goldenen Schuh, damals noch bei Bremen, später aber vier Jahre bei den Münchnern (2007 bis 2011). Bei der WM 2010 traf Thomas Müller am häufigsten (fünfmal), der Ur-Bayer und beste Jungstar des Turniers in Südafrika.

Und 2014 schließlich war keiner treffsicherer als James Rodríguez. Der Kolumbianer erzielte sechs Tore, wechselte nach dem Turnier zu Real Madrid und im Sommer 2017 zu den Bayern. James beginnt die WM ebenfalls am Dienstag mit der Partie gegen Japan (14 Uhr). Klar, dass die Hoffnungen eines ganzen Landes auf dem 26-Jährigen liegen.

"Er ist die geborene Führungspersönlichkeit. Daher ist er heute auch das absolute Aushängeschild unserer Nationalmannschaft und unseres Landes", lobte Torhüter-Legende René Higuita den Superstar, der aktuell noch über Wadenprobleme klagt. James selbst schürte die Hoffnungen auf ein großes Turnier: "Die WM zu gewinnen, wäre etwas Unglaubliches. Warum sollte ich nicht von so etwas Großem träumen?", sagte er.

WM 2018: Wer wird Torschützenkönig?

Anders als sein Bayern-Kollege Lewandowski hat James den Beweis schon erbracht, dass er bei einem großen Turnier herausragen kann. In Polen und bei Bayern gibt es die Diskussion, dass Lewy keiner für die wichtigen Spiele sei. Bei der EM 2016 war ihm nur ein Tor gelungen. "Ich will meinem Team bestmöglich helfen, mit meiner Leistung und meinen Torschüssen", versprach er. "Ich will hier einfach guten Fußball spielen." (Lesen Sie hier den AZ-Kommentar: Lewandowski versagt in Entscheidungsspielen)

Für die Torjägerkrone wird er sogar sehr gute Leistungen brauchen – Cristiano Ronaldo hat im ersten Spiel bereits drei Tore vorgelegt. Heute starten die Baller-Rivalen des Portugiesen: James und Lewandowski.

 
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