FC Bayern Keine Angst vor Batman Valencia

Schweinsteiger gegen Blutsauger: Die Bayern treffen am Dienstag auf Valencia – dem Klub mit der Fledermaus im Wappen. Die ist auch Vorbild für Comic-Held Batman Foto: dpa/getty

Die Bayern wollen am Dienstag beim FC Valencia „zumindest punkten“ (Kapitän Lahm), am besten aber gewinnen, um das Achtelfinale zu erreichen. Sorgen um Ribéry: „Ich hoffe, dass ich spielen kann“

 

Valencia - Das Los hat es gut gemeint mit den Bayern. Der Spielplan. Es wäre doch recht ungemütlich geworden Ende November in Weißrussland bei Bate Borissow. Nun landete die Lufthansa-Maschine der Bayern am Montagmittag bei wolkenlosem Himmel und 19 Grad am Mittelmeer.

Angenehm. Dennoch ist es keine lockere Dienstreise. Für das fünfte Gruppenspiel beim FC Valencia am Dienstag (20.45 Uhr, Sky live) ist die Losung ausgegeben: Verlieren verboten! Was man sich in der Bundesliga dank eines Vorsprungs von acht Punkten auf Schalke mal erlauben könnte, wäre in der Champions League fatal. Trainer Jupp Heynckes: „Wir spielen auf Sieg. Ich will dort gewinnen.“ Und Vorstandsboss Karl-Heinz Rummenigge stellte klar: „Wir wollen Gruppenerster werden, müssen also mindestens einen Punkt mitnehmen. Das wird nicht so einfach. Aber bisher haben wir es in der Champions-League – bis auf das Spiel in Minsk – ganz gut hingekriegt.“ Seine Forderung ans Team: „Wir werden es besser machen müssen als in Nürnberg.“ Ein 1:1 wie im Frankenland wäre okay, aber die Lage bliebe brenzlig.

Die Konstellation: Bei einem Sieg könnten sich die Bayern vorzeitig fürs Achtelfinale qualifizieren, wenn Borissow nicht gegen Lille gewinnt. Der Vorteil bei einem Remis: Man wäre im direkten Vergleich (Hinspiel 2:1) besser als Valencia. Also lautet die Devise: Keine Angst vor Batman. Denn: Die Spanier tragen eine Fledermaus im Wappen, ihr Maskotchen heißt „Super Rat“, genannt „Batscot“. Übrigens: Bei drei Versuchen seit den 60er Jahren hat man in Valencia noch nie gewonnen.

Verlieren die Bayern am Mittelmeer, wird es knifflig. Bei einem 0:1 oder einer Niederlage mit zwei Toren Unterschied wäre Valencia am Ende auf jeden Fall vor den Münchnern. Und gegen die Weißrussen (Hinspiel 1:3) würde am letzten Spieltag nicht mal ein Remis zum Weiterkommen reichen. „Das Rechnen in der Gruppe wird einfach, wenn wir am Dienstag gewinnen“, sagte Kapitän Philipp Lahm, „wir müssen zumindest punkten und dann haben wir ja ein Heimspiel.“ Und zwar gegen Borissow am 5. Dezember.

Solch einen Stress kurz vor Weihnachten will man sich ersparen. Vor allem deshalb, weil alle Kraft und Konzentration dem Heimspiel vier Tage zuvor gegen Double-Gewinner und Titelverteidiger Borussia Dortmund gelten dürfte. Es geht also auch in Spanien wieder mal um: den BVB.

Wichtigster Bayern-Baustein am Dienstag: eine Hüfte. Die von Franck Ribéry. Am Montag hatte der Franzose nur zum Teil mit der Mannschaft trainiert. Ihn plagt weiter eine schmerzhafte Hüftprellung, die er sich im Länderspiel mit der Équipe tricolore gegen Italien zugezogen hatte. „Ich gehe davon aus, dass Franck am Dienstag spielen kann“, sagte Heynckes und fügte hinzu: „Wir brauchen ihn.“ Wie sehr das der Fall ist, verdeutlichten die Aussagen von Rummenigge: „Franck war in den letzten Wochen und Monaten bei uns der beste Spieler auf dem Platz. Hat mit seinen Dribblings immer für Unruhe beim Gegner gesorgt. Er ist ein wichtiger Schlüsselspieler bei uns. Unser Spiel ist ein Stück weit abhängig von ihm.“

Ribéry sagte zur AZ: „Es geht ganz gut, aber ich habe noch Schmerzen. Ich denke, dass ich spielen kann, ich hoffe es." Dass wäre dann „gut für uns und schlecht für den Gegner“, so Rummenigge.
 

 

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