FC Bayern in der Einzelkritik Meistergala! Ribéry und Robben verdienen sich die Bestnote

Der FC Bayern sichert sich den siebten Titel in Folge. Foto: imago/DeFodi

Was für ein Märchen-Nachmittag! Der FC Bayern ballert sich durch einen furiosen 5:1-Sieg gegen Eintracht Frankfurt zur siebten Meisterschaft in Folge. Vor allem Arjen Robben und Franck Ribéry erwischen zum Abschied einen Traumtag!

 

München - Der FC Bayern kann feiern, die Meisterschaft ist perfekt! Mit dem 5:1-Sieg am 34. Spieltag gegen Eintracht Frankfurt sicherten sich die Münchner den 29. Meistertitel der Klubhistorie. Franck Ribéry und Arjen Robben trafen zum Abschied. Für den gefeierten Trainer Niko Kovac ist es die erste Schale als Trainer. Wer im entscheidenden Spiel gegen die Eintracht besonders überzeugte: Die AZ-Einzelkritik.

SVEN ULREICH, NOTE 3:

Bayerns Meistertorhüter – natürlich zusammen mit Manuel Neuer, der nach seiner Wadenverletzung nicht im Kader stand und noch aufs Pokalfinale kommenden Samstag hofft. Ulreich wurde vom Eintracht-Stürmlein kaum geprüft. Wenn er gefordert wurde, agierte er souverän. Beim Gegentor chancenlos.

JOSHUA KIMMICH, NOTE 3:

Prallte früh mit Koloss Süle zusammen, spätestens zu diesem Zeitpunkt war der Rechtsverteidiger wach. Bewachte die Außenbahn gewissenhaft und unterstützte Gnabry gewohnt eifrig in der Offensive. Hatte Pech, dass er den Ball vor dem 1:1 nicht richtig erwischte (51.). Kimmich beendet die Liga-Saison als bester Vorbereiter der Bayern: Ihm gelangen 13 Assists. Stark!

MATS HUMMELS, NOTE 2:

Im 300. Bundesliga-Spiel zeigte der Abwehrmann keinerlei Konzentrationsschwächen. Positiv hervorzuheben: Sein perfekt getimtes Tackling gegen Rebic (16.), das einen Frankfurter Konter verhinderte. Auch mit dem unauffälligen Jovic hatte Hummels keinerlei Probleme.

NIKLAS SÜLE, NOTE 2:

Sehr aufmerksam in den Duellen mit Rebic, wie etwa in der 14. Minute, als er dem Stürmer geschickt den Ball ablief und anschließend gefoult wurde. Bayerns junger Abwehrchef beendete die Saison mit einer ganz soliden Leistung.

DAVID ALABA, NOTE 2:

Schaltete sich oft ins Offensivspiel ein, weil hinten zu erledigen war. Höhepunkt: Der vorentscheidende Treffer per Abstauber zum 2:1 (53.). Hatte Trapp zuvor mit einem Distanzkracher herausgefordert (9.), den der Keeper noch zur Ecke lenkte. Alaba hat nun im Alter von 26 Jahren schon acht Meistertitel geholt – diese Marke erreichten gegen Frankfurt auch Müller und Robben.

THIAGO, NOTE 3:

War sich nicht zu schade, auch mal in der eigenen Hälfte zu grätschen. Ordnete das Spiel mit klugen Pässen, der Wille zum Titelgewinn war dem Spanier in jeder Minute anzusehen. Sah für ein Foul an Kostic Gelb (69.). Dann durfte er feiern.

LEON GORETZKA, NOTE 3

Erkämpfte sich seinen ersten Meistertitel (der war es übrigens auch für Gnabry und Alphonso Davies) mit einer defensiv beherzten Vorstellung. Dann aber im Pech: Musste früh raus (37.), hatte sich wohl am linken Oberschenkel verletzt. Sanches kam ins Spiel.

THOMAS MÜLLER, NOTE 2

Das Müller-Zeugnis nach 34 Spieltagen: Sieben Tore und zehn Vorlagen – kann sich durchaus sehen lassen! Gegen Frankfurt als Kapitän auf dem Feld und mit unermüdlichem Einsatz. Scheiterte am überragenden Trapp (32.). Ein klassischer Müller-Stolperer war auch zu bewundern (20.), aber das störte am Ende niemanden. Glückwunsch zum Titel!

SERGE GNABRY, NOTE 2

Sein tolles Tor in der 26. Minute wurde wegen Abseits zurückgepfiffen. Zuvor hatte der Überraschungsmann dieser Saison nach Lewandowski-Pass bereits eine Großchance vergeben, als er freistehend vor Trapp scheiterte (7.). Prüfte den Torhüter erneut (52.). Mit seinen Dribblings immer gefährlich. Eine große Hoffnung für die nächsten Jahre.

KINGSLEY COMAN, NOTE 2:

Bayerns Meister-King eröffnete die Party in der 4. Minute. Nach Müller-Pass schob Coman ins rechte Eck ein, der Ball wurde noch entscheidend abgefälscht. Auch sonst kaum zu stoppen. Coman bleibt damit die personifizierte Meistergarantie: Seit 2013 gewann er jedes Jahr den nationalen Titel – mit Paris-Saint-Germain, Juventus und seit 2015 mit den Münchnern.

ROBERT LEWANDOWSKI, NOTE 3:

Vergab in der ersten Halbzeit einige gute Möglichkeiten (9., 13.). Gefiel diesmal eher als Teamspieler. Der Pole darf sich über die doppelte Titelverteidigung freuen: Neben dem Meistertitel holte Lewy wie in der Vorsaison die Torjägerkanone – mit 22 Toren. Zwei Erfolge nacheinander gelangen zuletzt Ulf Kirsten (1997 und 1998).

RENATO SANCHES, NOTE 2:

Spielte in dieser Saison kaum eine Rolle, war nach Goretzkas Verletzungsaus aber plötzlich gefordert. Und dann das: Sanches, der Bayern im Sommer wohl verlässt, spielte gut und ließ die Münchner jubeln: Nach einem Solo im Strafraum erzielte er das 3:1 (58.).

FRANCK RIBÉRY, NOTE 1:

Was für ein Abschied! Ribéry wurde im letzten Heimspiel seiner Bayern-Zeit für Coman eingewechselt (61.), das Publikum erhob sich und feierte den Filou. Und dann traf der Franzose auch noch, wunderschön: Ribéry tanzte im Strafraum zwei Frankfurter aus und chippte über Trapp hinweg zum 4:1 ins Tor (72.). Besser geht’s nicht! Ribéry hat nun neun Meisterschaften gewonnen – so viele wie kein anderer Spieler der Bundesliga. Merci, Franck!

ARJEN ROBBEN, NOTE 1:

Ab der 67. Minute durfte dann auch die zweite Bayern-Legende Servus sagen: Robben kam für Gnabry ins Spiel, Vergangenheit für Zukunft. Die Fans sangen das Wembley-Lied („Der Arjen hat’s gemacht!“), Robben flitzte wie ein aufgedrehter Hase über den Rasen - und er belohnte sich: Nach Alaba-Vorlage schob der Niederländer zum 5:1 ein (78.). Sein 99. Bundesliga-Tor, sein letztes.

 

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