Falafel in der Valleystraße Einmal nach Beirut

Bereiten alles frisch zu (v.l.): Alaa, Mohammed und Uqba im Beirut Beirut. Foto: Daniel von Loeper

Im Beirut Beirut in der Valleystraße in München-Sendling zeigt Khudor Lamaa, wie Falafel schmecken müssen.

 

Sendling - Falafel sind eine heikle Geschichte. Wenn man sie an einem Imbiss bestellt, bereut man das oft, bekommt man doch meistens Tiefkühlware, die mit ein paar traurigen Salatblättern und schon angetrockneten Tomaten in ein trockenes Brot gesteckt werden.

Wie gut, dass Khudor Lamaa das 2012 geändert hat, als er das Beirut Beirut in der Valleystraße eröffnet hat. Wer sich hier einen Falafel-Teller (5,90 Euro) oder ein Sandwich (4,70 Euro) holt, bekommt Kichererbsenbällchen, die außen kross und innen wunderbar fluffig sind. Dazu cremigen Hummus, frische Minze, eingelegte Köstlichkeiten und selbstgebackenes Brot.

Libanesisch essen in München

Immer, wenn ich einen kleinen Urlaub möchte, setze ich mich in den Imbiss, der wie ein Mini-Libanon ist, mit türkischem Anstrich, einem wunderbar kitschigen Kronleuchter und einer Wand, die vollständig mit libanesischen Zeitungen tapeziert ist. Die Karte ist klein, neben den Falafel gibt es auch Baba Ganoush, ein Auberginen-Püree, oder den Gurken-Tomaten-Minz-Salat Fattoush (5,20 Euro).

Weil ich mich trotzdem nie entscheiden kann, nehme ich eigentlich immer den "Teller mit allem" (5,90 Euro) – außer, es ist Samstag. Dann packe ich noch einen Mitesser ein und bestelle Fatte (6,90 Euro), eines der köstlichsten Dinge, das man aus Kichererbsen machen kann – und das nur Samstag auf der Karte steht: Joghurt, Sesampaste, Pinienkerne und warme Kichererbsen werden miteinander vermischt. Darüber kommen knusprig geröstete Fladenbrotstücke. Das schmeckt, das macht satt – das muss man einfach teilen.

Der Inhaber bietet auch Kochkurse an

Inhaber Khudor Lamaa teilt übrigens auch gerne – das Wissen über die Länderküche seiner Eltern. In regelmäßigen Abständen bietet er mit der Kochschule Bilou Kurse an.

Dort lernt man, warum getrocknete Kichererbsen immer besser sind als die aus der Dose, Zitronensaft Roter Bete nie schadet und warum man für einen gelungenen Aperitif das Glas mit Rosenwasser ausschwenken sollte, um es danach mit Sekt aufzufüllen. Lamaa war lange Jahre Barkeeper, bevor er das Beirut Beirut aufgemacht hat.

Kein Alkohol im Beirut Beirut

Im Beirut Beirut wird übrigens kein Alkohol ausgeschenkt. Wer den will, muss einmal die Implerstraße überqueren und in der Valleystraße 19 ins Manouche hineinsehen.

Das gehört auch Lamaa und bietet libanesische Vorspeisen (vier kleine Gerichte für 11,50 Euro) und Pizza (je nach Belag zwischen 5,30 - 6,80 Euro) an, aber auch Bier (0,3/3,90 Euro) und Wein (0,1/3,50 Euro) aus dem Land. Und als Dessert gibt’s immer noch eine gezuckerte Dattel aufs Haus.


Beirut Beirut: Valleystraße 28, Mo - Sa 11.30 Uhr - 20 Uhr,

Manouche: Valleystraße 19, Mo - Sa 9 - 22 Uhr, Tel.: 5203691

 

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