Fahrbahnen statt Parkplätze München: Autos sollen für Busspuren weichen

Als "Mobilitätsmacher" braucht die MVG unbedingt mehr Busspuren. Foto: Maurizio Gambarini/dpa

Der ÖPNV soll in München Vorfahrt bekommen. In einem Vorschlag der MVG sind Straßen benannt, in denen Busspuren entstehen sollen. 

 

München - Die MVG hat der interfraktionellen "Arbeitsgruppe Busbeschleunigung" im Rathaus Vorschläge dazu gemacht, wo der Busverkehr durch Fahrspuren oder "Grüne Wellen" schnell beschleunigt werden könnte:

München: Hier sollen neue Busspuren kommen

Donnersbergerbrücke: Die Rampe, die auf der Ostseite der Brücke zur Arnulfstraße verläuft, soll umgestaltet werden. Die überbreite Fahrspur, die heute schon zweispurig genutzt wird, soll in zwei offizielle Spuren aufgeteilt werden: eine für den Autoverkehr und eine für den Bus.

Rotkreuzplatz: Zwischen Andrée- und Winthirstraße soll eine Busspur auf Kosten von 36 Stellplätzen her.

Trappentreustraße (Westend): Die Busspur soll verlängert werden – dafür müsste der Baumgraben weichen.

Ampfingstraße (Berg am Laim): Zur Busspur soll die rechte Fahrspur zwischen Grafinger Straße und Innsbrucker Ring umgewandelt werden.

Ludwigstraße: Auch hier soll die rechte Fahrspur für den Bus weichen.

Die Ampeln entlang der Moosacher Straße und des Frankfurter Ringes sollen zugunsten des Busverkehrs umgeschaltet werden.

Rosenheimer Straße/Innsbrucker Ring/A8: Ganztags Ampelschaltung zugunsten des Busverkehrs.

Dietlindenstraße und Potsdamer Straße (Fahrtrichtung Münchner Freiheit): Östlich der Klementinenstraße soll die rechte Fahrspur zur Busspur werden, westlich soll die Radspur verbreitet und für Busse freigegeben werden.

Herzogstraße (Schwabing): 18 Pkw-Stellplätze sollen hier nach MVG-Wunsch für die Busbeschleunigung weichen.

Weitlstraße (Hasenbergl): Hier soll teils ein Halteverbot eingeführt werden. 18 Parkplätze müssten hier weg.

Ittlingerstraße (Hasenbergl): Für eine Busspur sollen 30 Parkplätze weichen.

Busspuren: MVG-Vorschlag zur Diskussion im Stadtrat

Der Bus spiele beim Ausbau des ÖPNV eine Schlüsselrolle, weil Verbesserungen vergleichsweise schnell umsetzbar seien, sagt MVG-Sprecher Matthias Korte. Als "Mobilitätsmacher" braucht die MVG unbedingt mehr Busspuren.

Die Vorlage wird am 9. Oktober im Stadtrat diskutiert. Stadtrat Jens Röver (SPD) und Johann Sauerer (CSU) äußerten sich am Donnerstag gegenüber der AZ bereits sehr positiv zu den Plänen.


Kampagne: "Die Mobilitätsmacher" in Bahnhöfen und Bussen

Mit vier Botschaften zu den Themen Klimaschutz, Netz der Zukunft, Infrastruktur und Digitalisierung ist die MVG in ihre neue Kampagne "Die Mobilitätsmacher" gestartet. Plakate hängen in U-Bahnhöfen sowie Bussen und Bahnen aus. Mit Sprüchen wie "Wir mögen Baustellen auch nicht, deshalb bauen wir so schnell wie’s geht" will die MVG etwa auf den Ausbau aufmerksam machen, für den sie in den vergangenen fünf Jahren eine Milliarde Euro ausgegeben hat. 

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