Erste Pleite nach 19 Siegen in Folge FC Bayern Basketball - Das Ende einer Siegesserie

Gefeierter Matchwinner gegen Bayern: Oldenburgs Klublegende Rickey Paulding. Foto: Carmen Jaspersen / dpa

19 Spiele in Serie waren die Basketballer des FC Bayern in der Bundesliga ungeschlagen. Dennoch nehmen sie ihre erste Liganiederlage locker hin. 

 

München - Ob Uli Hoeneß wohl eine Vorahnung hatte? "Es ist eh für mich das achte Weltwunder, dass unsere Mannschaft in der Bundesliga noch nicht ein Mal eingebrochen ist", sagte der Klub-Präsident am Donnerstagnachmittag vor dem Topspiel des FC Bayern Basketball bei den EWE Baskets Oldenburg. "Wir haben am Ende immer noch die Kurve bekommen", sagte Hoeneß und schwärmte von dem "unglaublichen Willen" der Mannschaft.

Nach zuvor 19 Siegen in 19 Ligaspielen ist das achte, bayerische Weltwunder seit Donnerstagabend nun Geschichte. Am 20. Spieltag verloren die Münchner beim Tabellenzweiten mit 82:83. Der Traum von einer ungeschlagenen regulären Saison ist damit geplatzt – und auch der Startrekord von Ulm aus der Saison 2016/17 (26 Siege) nicht mehr erreichbar.

Für Bayern-Coach Dejan Radonjic hatte beides ohnehin nicht die höchste Priorität. "Eine Niederlage mit nur einem Punkt, aber darüber will ich jetzt nicht klagen", sagte er anschließend.

"Sie sind ein großartiges Team."

Der Vorsprung des Tabellenführers auf seinen ärgsten Verfolger beträgt nun immer noch komfortable sechs Punkte. In Oldenburg mussten die ersatzgeschwächten Bayern neben Devin Booker (Sprunggelenk) und Stefan Jovic (Hüfte) in Nihad Djedovic (Rückenprobleme) kurzfristig auch noch auf ihren dritten etatmäßigen Starter verzichten.

Nach schwachem Start und deutlichem Halbzeitrückstand (40:50) führten sie 8,6 Sekunden vor dem Ende dennoch wieder mit 82:80. Doch dann kam der große Auftritt von Baskets-Ikone Rickey Paulding, 36. Mit großer Nervenstärke und drei verwandelten Freiwürfen sicherte er seinem Team den Sieg. "Die Legende hat es wieder geschafft, ein weiteres Kapitel ihrer Karriere in Oldenburg zu schreiben", sagte Trainer Mladen Drijencic nach dem umjubelten Triumph über den Meister.

"Rickey, du hast einen direkten Draht zum Basketball-Gott", sagte Geschäftsführer Hermann Schüller zum Matchwinner. Und Paulding sagte: "Sie sind ein großartiges Team, aber heute haben wir für jeden Ball gekämpft."

 

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