Erinnerungen an Sven Bender Bayern-Star Alaba patzt - und rettet

Zwei Pokal-Kracher zwischen dem FC Bayern und Borussia Dortmund, zwei Sieger, zwei spektakuläre Rettungstaten: David Alaba (links) und Sven Bender. Foto: imago/MIS, GES/Augenklick

Bayern-Profi David Alaba wandelt im DFB-Pokal-Achtelfinale auf den Spuren von Dortmunds Sven Bender: Knapp acht Monate liegen zwischen den beiden spektakulären Rettungstaten. Flashback und aktuelle Würdigung.

 

München - Es war im Prinzip das einzige Mal in der gesamten ersten Halbzeit des Pokal-Krachers zwischen dem FC Bayern und Borussia Dortmund (2:1), dass die BVB-Elf das Gehäuse des deutschen Rekordmeisters wirklich in Gefahr brachte.

Und es war kurios, wie David Alaba den angesichts des Spielverlaufs zu diesem Zeitpunkt absolut unverdienten Ausgleichstreffer der Gäste verhinderte: Als der Ball von links in den Strafraum segelte, verpasste der österreichische Nationalspieler die Kugel beim Abwehrversuch, Dortmunds Stürmer Andrej Jarmolenko stand sträflich frei, überwand Bayern-Keeper Sven Ulreich und wollte schon jubeln - da tauchte Alaba wie aus dem Nichts auf, kratzte den Ball in dieser 35. Minute artistisch von der Linie.

Es muss für den 25-Jährigen eine Genugtuung gewesen sein, denn wie so viele andere Spieler befindet er sich unter (Interims-)Trainer Jupp Heynckes nach durchaus schwankenden Leistungen mitten in der Kletterpartie aus einem tiefen Tal. Mit der Rettungstat zahlte Alaba dem 72-Jährigen das in ihn gesetzte Vertrauen zurück - und demonstrierte zugleich, wie wichtig er für das Bayern-Gefüge ist. Er machte am Mittwochabend denn auch viel nach vorne, flankte gefährlich.

Bei Alabas spektakulärer Aktion wurden Erinnerungen an Sven Bender wach: Am 26. April bestritt der BVB-Profi einen Tag vor seinem 28. Geburtstag das erste Pokalspiel in der Saison 2016/2017, seine spektakuläre Rettung nach dem Schuss des freistehenden Bayern-Profis Arjen Robben gehörte zu den meistdiskutierten Situationen des Pokal-Halbfinales in München, das die Dortmunder mit 3:2 für sich entschieden.

Bender hatte nach dem Pokalkampf gut lachen und war zu Scherzen aufgelegt. "Roman Bürki hat irgendwie keine Lust mehr gehabt. Da hab' ich dann gesagt, da übernehme ich mal seinen Part", sagte der bestens gelaunte Innenverteidiger damals über eine der Schlüsselszenen der Begegnung (63. Minute).

Im Stile eines Handball-Torwarts hatte er einen Schuss von Arjen Robben mit der Fußspitze an den linken Pfosten gelenkt, von da flog der Ball wieder ins Spielfeld. Bürkis Lob war Kurzzeit-Keeper Bender sicher: "Den hätte ich nicht gehalten." Bender cool: "Ich hab' ein bisschen den Überblick verloren und gar nicht gesehen, wo der Ball dann wirklich hin ist. Den Pfosten hab ich noch gehört, der Ball hätte aber genauso gut reingehen können."

Bayern-Star Robben - am Mittwoch war er wegen seiner Verletzung am Ischias nicht im Kader - konnte sein Pech nicht fassen: Der Niederländer war schon im Begriff, jubelnd abzudrehen, als ihm bewusst wurde, dass der Ball nicht drin war.

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