Einzelkritik zur Dritten Liga Noten zum TSV 1860: Acht Mal die Fünf für ganz schwache Löwen

Geschlagen: Marco Hiller (Mi.) und der TSV 1860 in Halle. Foto: imago/VIADATA

Schwaches Spiel der Löwen in Halle: Simon Lorenz fehlt mit Gesichtsmaske der Durchblick, Semi Belkahia die Erfahrung. Die Offensive um Prince Osei Owusu und Nico Karger kann keine Gefahr erzwingen. Die Einzelkritik zum TSV 1860.

 

München - Das war wenig. Sehr wenig vom TSV 1860 beim 0:3 (0:1) beim Aufstiegskandidaten Hallescher FC. Mit einer B-Elf können die Löwen in Sachsen-Anhalt kaum Schritt halten mit dem Pressing und Tempo-Fußball der Hallenser.

In der Abwehr wirkt Simon Lorenz durch seinen Nasenbeinbruch doch arg beeinträchtigt, weitere Etablierte wie Daniel Wein und Phillipp Wein können dem Spiel der Giesinger keine Struktur geben - die Einzelkritik:

MARCO HILLER, NOTE 4: Ohne große Glanzparaden. Unsicher beim Herauslaufen, aber chancenlos bei den Gegentoren.

Semi Belkahia kommt oft zu spät

SEMI BELKAHIA, NOTE 5: Drittliga-Startelfdebüt in Sechzigs defensiver Dreier- respektive Fünferkette. Bemüht, sichtlich talentiert, fleißig - aber auch unsicher und öfter zu spät, etwa bei seiner Grätsche und dem zweiten Gegentreffer. Beim 0:3 von Ajani vernascht.

FELIX WEBER, NOTE 4: Klärte anfangs in akuter Eigentorgefahr mit Glück und Geschick. Keine großen Aussetzer, aber insgesamt aber auch vom Kapitän keine souveräne Vorstellung. Scheiterte aus kürzester Distanz. Wo waren die von Bierofka geforderten Eier?

SIMON LORENZ, NOTE 5: Der Masken-Mann ließ - vor allem in Durchgang zwei sichtlich behindert - den Durchblick vermissen. Vergab vorne mehrfach per Kopf, hinten sprang er beim 0:1 unter dem Ball durch.

KODJOVI KOUSSOU, NOTE 5: Gut: Unterband Halles ersten gefährlichen Angriff. Schlecht: die folgende Leistung. Verdribbelte vor dem 0:1 den Ball und ließ auch noch die Flanke zu. Von Bierofka zur Pause ausgwechselt.

Phillipp Steinhart wirkt überfordert

PHILLIPP STEINHART, NOTE 5: Der Topscorer lief diesmal im defensiven Mittelfeld auf und wirkte wie viele seiner Kollegen überfordert. Ein beherzter Alleingang, den er zu überhastet abschloss.

DANIEL WEIN, NOTE 5: Kaum etwas zu sehen vom Löwen-Dauerläufer. Gewann seine Zweikämpfe nicht so zuverlässig wie sonst, schlug ein Luftloch und verlor das Kopfballduell vor dem 0:2.

ERIC WEEGER, NOTE 5: Laut Bierofka verlässlicher Reservist und nahe dran an der Startelf. Diesmal drin - und Schwachpunkt. Stellungsfehler beim ersten Gegentreffer, oft nur zweiter Sieger, vorzeitig runter.

STEFAN LEX, NOTE 4: Hätte um ein Haar postwendend das 1:1 erzielt, ansonsten neben einigen giftigen Tacklings aber auch kaum zu sehen.

Prince Osei Owusu kein adäquater Ersatz

PRINCE OWUSU, NOTE 5: Sein Traum? Die Champions League. In der Realität schaffte es der junge Leih-Löwe nicht, den gelbgesperrten Sascha Mölders zu ersetzen - der hat früher Bundesliga gespielt. Keine Torgefahr und bei weitem nicht die mölderssche Mentalität.

NICO KARGER, NOTE 5: Sechzigs Linksaußen kam ebenfalls kaum zur Entfaltung. Keine Dribblings, kein Tempo und daher auch kein Durchkommen.

KRISTIAN BÖHNLEIN, NOTE 4: Kaum drin, schon verwarnt. Warf sich in die Zweikämpfe, aber anstatt eines Aufbäumens der Sechzger lief das Spiel weiter in die andere Richtung.

JAN MAUERSBERGER, NOTE 4: Nach einer Stunde für Lorenz eingewechselt. Auch mit dem Routinier taumelte Sechzigs Viererkette bedenklich.

CHRISTIAN KÖPPEL, NOTE 4: Kam, als es nur noch um Schadensbegrenzung ging und hielt seine Seite dicht.

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