Einschaltquoten über Menschenwürde? Mobbing: Carsten Stahl zeigt "Promis unter Palmen"-Produzenten an

Hat genug gesehen: TV Schauspieler und Mobbing-Experte Carsten Stahl. Foto: imago images / Ralf Kuckuck

Genug gemobbt: Carsten Stahl zeigt die "Promis unter Palmen" bei der Staatsanwaltschaft Berlin an.

 

Der Gewaltpräventionsexperte und TV-Star Carsten Stahl hat wegen "Promis unter Palmen" gegen Sat.1 und die Endemol GmbH Strafanzeige bei der Staatsanwaltschaft Berlin gestellt. Das meldete er am Samstag auf seinem Instagram-Account.

In der am 22. April ausgestrahlten Sendung hätte eine Gruppe die Teilnehmerin Claudia Obert (58) so hart erniedrigt, dass sie daraufhin die Show verließ.

"Wie kann ein TV-Sender zulassen, dass solche Inhalte ausgestrahlt werden?", schreibt Stahl. "Die Würde des Menschen ist unantastbar!"

Stahl: "Schlag ins Gesicht"

Der "Stahl:hart gegen Mobbing"-Star kritisierte das Verhalten der TV-Kandidaten, insbesondere von Bastian Yotta (43), in deutlichen Worten. Und auch gegen Sat.1 erhebt er schwere Vorwürfe: "Gehen hier Einschaltquoten über die Würde des Menschen? Richtigerweise müsste Sat.1 die Reissleine ziehen, das Finale nicht ausstrahlen, Yotta den Sieg aberkennen und ihn einem der wenigen Kandidaten geben, die sich gegen dieses Mobbing stellen oder gestellt haben."

Diese Sendung sei für ihn und für viele Mobbing-Opfer ein "Schlag ins Gesicht" gewesen: "Es darf nicht geduldet werden, dass beeinflussbare Menschen solche Verhaltensweisen als 'normal' ansehen."

Stahl verlangt, dass die Verantwortlichen der Sendung zur Rechenschaft gezogen werden und dass die finale Sendung nicht ausgestrahlt werde: "Habt wenigstens ein Gewissen!"

 

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