"Eine Evolution, keine Revolution" Warum es das Winzerer Fähndl nicht mehr gibt

AZ-Lokalredakteurin Jasmin Menrad.
, aktualisiert am 06.03.2019 - 06:25 Uhr
Das Winzerer Fähndl, das nicht mehr das Winzerer Fähndl ist. Foto: AZ-Archiv

Das Festzelt existiert so schon seit der Wiesn 2018 nicht mehr. "Offensichtlich ist das niemandem aufgefallen", sagt Paulaner-Sprecherin Birgit Zacher.

 

München - Das Winzerer Fähndl heißt nicht mehr Winzerer Fähndl – und keiner hat’s mitgekriegt. "Es war eine Evolution, keine Revolution", sagt Paulaner-Sprecherin Birgit Zacher. Denn schon zum Oktoberfest 2018 war mit der neuen, helleren Fassadengestaltung des Festzeltes das gelbe "Winzerer Fähndl" von der Fassade verschwunden.

"Offensichtlich ist das niemandem aufgefallen", sagt Zacher. Am hellen Holz prangte nur noch schlicht ein blauer "Paulaner Festzelt"-Schriftzug. Warum? "Weil den Winzerer Fähndln das Armbrustschützenzelt gehört, so ist's klarer zu unterscheiden", sagt Zacher.

Wann setzt sich "Paulaner Festzelt" bei den Münchnern durch?

Zur Erklärung: Bereits 1926 zog die Armbrustschützengilde "Winzerer Fähndl" aus gleichnamigem Zelt aus und 1950 ins Armbrustschützenzelt ein. Der Name Winzerer Fähndl für das Paulaner Festzelt blieb, bis 2018 das Winzerer Fähndl wegfiel, die Münchner es nicht bemerkten und sich einfach weiter im "Winzerer Fähndl" verabredeten.

Jetzt wird's nur knapp 90 Jahre dauern, bis sich "Paulaner Festzelt" bei den Münchner durchsetzt. Betrieben wird das Paulaner Festzelt von der "Winzerer Fähndl Pongratz GmbH", dem Ex-Ehepaar Peter und Arabella Pongratz, die wieder Arabella Schörghuber heißt.

Dass Peter Pongratz sich unbenannt haben soll und einen neuen Nachnamen trägt, ist nicht bekannt. Sollte er derartige Pläne haben, wäre jetzt der richtige Zeitpunkt.

 

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