Dreiviertel Milliarde auf dem Spiel FC Bayern: Bundesliga-Klubs droht bei Saisonabbruch finanzielles Desaster

Die Corona-Krise betrifft auch den FC Bayern. Foto: imago images / Sven Simon

Der Spielbetrieb in der Fußball-Bundesliga ist wegen des Coronavirus vorerst ausgesetzt. Sollte die laufende Saison tatsächlich abgebrochen werden, drohen den Vereinen massive finanzielle Einbußen. Karl-Heinz Rummenigge vom FC Bayern hatte bereits davor gewarnt.

 

München - Der FC Bayern und die anderen 17 Bundesliga-Vereine müssten im Falle einer kompletten Absage der laufenden Saison der Bundesliga mit einem ökonomischen Gesamtschaden von rund einer dreiviertel Milliarde Euro rechnen. Diese Summe wurde der Deutschen Presse-Agentur aus Ligakreisen bestätigt. Ein Versicherungsschutz für die Klubs zum Beispiel für entgangene TV-Einnahmen besteht demnach nicht.

Sollte wegen der Coronavirus-Krise die Spielzeit nicht beendet werden können, würde allein durch den Wegfall der Fernsehgelder für die letzten neun Spieltage ein Einnahmeausfall von rund 370 Millionen Euro anfallen.

Rummenigge: "Könnte für viele Vereine sehr problematisch werden"

Bayern-Boss Karl-Heinz Rummenigge hatte den zwischenzeitlichen Plan der DFL, den 26. Spieltag doch noch durchzuführen, mit finanziellen Bedenken erklärt: "Es ist sinnvoll, dass der Spieltag stattfindet, da es auch um Finanzen geht. Es steht noch eine Zahlung von den TV-Sendern aus und wenn diese ausbleiben würde, könnte das für viele Vereine sehr problematisch werden", erklärte der Vorstandsvorsitzende am Freitagmittag auf der Pressekonferenz. 

"Es handelt sich um private Vertragsvereinbarungen, die verständlicherweise nicht für die Öffentlichkeit bestimmt sind", hieß es hierzu vom Hauptvertragspartner "Sky". Weiterer ökonomischer Schaden entstünde durch entgangene Sponsorengelder und fehlende Eintrittsgelder.

DFL diskutiert über Einführung eines Hilfefonds

Nach der Absage des 26. Spieltages an diesem Wochenende hatten besonders Bayern-Vorstandschef Karl-Heinz Rummenigge und Borussia Dortmunds Geschäftsführer Hans-Joachim Watzke vor gravierenden Konsequenzen für viele Vereine gewarnt.

Für Montag hat die Deutsche Fußball Liga eine Mitgliederversammlung der 36 Profi-Klubs einberufen, um über das weitere Vorgehen zu beraten. Die diskutierte Einführung eines Hilfsfonds wird in Ligakreisen skeptisch gesehen.

 

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