Donner, Platzregen und neun Tore Dritte Liga: Wie Haching ein denkwürdiges Fußballspiel drehte

Spektakuläres Ergebnis: Haching dreht ein 2:4 in der Nachspielzeit in ein 5:4. Foto: imago/Oryk HAIST

Dritte Liga furios: Mit 2:4 liegt die SpVgg Unterhaching kurz vor Schluss zurück – doch dann dreht Haching das Spiel gegen Würzburg in einen 5:4-Sieg! Es war nicht nur deshalb eine aufregende Woche für die Münchner Vorstädter.

 

München/Unterhaching - Donner Platzregen und ein Finale furioso: Die SpVgg Unterhaching hat ein denkwürdiges und völlig verrücktes Drittligaspiel mit einem Wahnsinns-Endspurt noch gedreht. Das unglaubliche 5:4 des früheren Bundesligisten gegen die Würzburger Kickers dürfte in die Fußball-Annalen eingehen.

Haching-Boss Manni Schwabl sprintet auf Platz

2:4 lagen die Hachinger nach 18-minütiger Unterbrechung wegen eines schweren Gewitters über dem Hachinger Sportpark Sekunden vor Schluss zurück. Doch der eingewechselte Christoph Ehlich (88.) mit seinem ersten Drittliga-Tor, Alexander Winkler (90.+1) und Moritz Heinrich (90.+4) sorgten mit ihren späten Treffern für ein Tollhaus. Präsident Manfred Schwabl lief nach dem Schlusspfiff völlig aufgedreht auf das Spielfeld und umarmte glückselig seine Helden.

"Keiner hat mehr mit uns gerechnet. Umso geiler ist es, dass wir dieses Spiel noch gewonnen haben", sagte Siegtorschütze Heinrich mit einem breiten Grinsen. "Unglaublich. Wir können glücklich und froh sein. Dieses Spiel hat viele Geschichten", ergänzte Haching-Trainer Claus Schromm und fügte an: "Wir wissen natürlich auch, dass wir viel falsch gemacht haben."

Er meinte damit die vier Gegentreffer durch Luke Hemmerich (4.), Luca Pfeiffer (7.) und Dominik Widemann (41., 48.) gegen lange überlegene Würzburger. Umso bedienter war auch Kickers-Trainer Michael Schiele nach einem "sehr aufregenden Spiel. Das tut sehr, sehr weh, wenn man so lange führt. Aber die Regenpause hat uns nicht gutgetan."

Haching: Krönung einer tollen Woche

Für Unterhaching war der Sieg dagegen die Krönung einer tollen Woche. Der Börsengang des Drittligisten entpuppt sich bislang als voller Erfolg. Bis zum Ende der Zeichnungsfrist am Freitag waren mehr als 1150 einzelne Orders für 332 469 Aktien zum Preis von 8,10 Euro eingegangen – ein Rekordwert für direkt an der Münchner Börse gezeichnete Aktien. Der Bruttoemissionserlös beträgt damit laut Klubangaben bereits 6,7 Millionen Euro. Es war ohne Zweifel eine aufregende Woche im Münchner Süden.

 

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