Die neue Freiheit Bayern-Star Franck Ribéry: Entfesselt!

Franck Ribéry genießt auf dem Platz seine Freiheiten – und hat wieder Spaß. Schon träumt der Franzose vom Triple mit Bayern.

 

Valencia - Ein wenig Nicht-Beachtung kann auch mal ganz angenehm sein im Leben eines Fußball-Profis. Und so wurde Franck Ribéry am Tag der Ankunft der Bayern-Profis in Valencia kaum behelligt, ob von Fans oder Journalisten. Die spanische Presse stürzte sich eher auf Thomas Müller und „Supermario”, den Gomez eben. Spanischer Name, spanischer Vater, spanischer Teint.

Während der Torjäger eine Pressekonferenz gab im Mannschaftshotel „The Westin” vor der Partie zum Auftakt der Gruppenphase in der Champions League beim FC Villarreal schlich Ribéry an der offenen Tür des Konferenzsaals vorbei und brüllte wie ein Fan: „Gooooo-mez!” Keine Frage, der Mann hat seinen Spaß wiedergefunden. Was der Franzose sich nicht getraut hat, aber für seine Situation passender gewesen wäre? „Heyn-ckes!” Denn der Trainer lässt Franck Ribéry eben Franck Ribéry sein. Er lässt ihn einfach spielen. Wie einst Ottmar Hitzfeld.

Das Rezept für Ribéry scheint einfach. Liberté toujours – der Linksaußen soll sorgenfrei seine Stärken ausleben, man darf ihn nur nicht unter Druck setzen. Hitzfeld hatte einst den Schlüssel gefunden, Louis van Gaal warf ihn weg. Der Holländer wollte aus Ribéry eine Flachpassmaschine machen, die im penibelst ausgetüftelten Positionsspiel verankert wird. Im übertragenen Sinne: Ribéry agierte in Fußfesseln – nun ist er frei.

Jupp Heynckes habe „die gleichen Stärken” wie Hitzfeld, betont Ribéry. „Er spricht viel mit den Spielern und lässt ihnen auf dem Platz ihre Freiheiten. Das ist es, was ich brauche.” Knapp zwei Jahre – die Zeit unter van Gaal – habe der 28-Jährige den Spaß vermisst, „und das geht nicht bei mir”. Heynckes sagt nüchtern: „Ich glaube, ich weiß, wie man mit ihm umgehen muss.”

 

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