Die Dritte Liga winkt TSV 1860 München vor Entscheidungsspiel: Nauf geht’s!

Will – wie hier in Völklingen – auch im Grünwalder wieder mit den Fans feiern: Die Mannschaft des TSV 1860 München. Foto: imago

Am Sonntag kämpfen die Löwen im Rückspiel der Relegation um den Aufstieg in die 3. Liga. "Wir haben noch einen harten Fight vor uns, in dem wir nochmal an unsere Grenze gehen müssen", sagt Trainer Daniel Bierofka.

 

München - Relegations-Verlierer. Absteiger. Insolvenzbedrohter Traditionsverein. Der große, einst so ruhmreiche TSV 1860, der Bundesliga-Meister aus dem Jahr 1966, stand nach dem Absturz aus der Zweiten Liga vor dem Nichts. Fast genau ein Jahr später sind die Löwen obenauf – und fast wieder da: Mit einem 3:2-Spektakel im Hinspiel beim 1. FC Saarbrücken steht das Tor zur Rückkehr in den Profifußball weit, weit offen. Jetzt heißt es: durchgehen!

"Hätte mir vor dem Spiel jemand gesagt, dass wir 3:2 gewinnen, hätte ich das sofort unterschrieben", sagte Trainer Daniel Bierofka nach dem knappen, aber durch Sechzigs immense Leidenschaft verdienten Hinspielerfolg seiner Elf beim Meister der Regionalliga Südwest in Völklingen.

Jetzt steht am Sonntag im Grünwalder Stadion das Rückspiel der Aufstiegsrelegation an (14 Uhr, live im BR). Coach Bierofka war im Gegensatz zu seinen Spielern, die nach dem spätabendlichen Rückflug nach Spielschluss am Freitag überwiegend entspannt und mit Sonnenbrillen im Gesicht das Vereinsgelände zum Auslaufen betraten und danach zum Essen in der Pizzeria Campo D’Oro beisammensaßen, schon wieder im Wettkampfmodus.

Bierofka warnt: Noch ist nichts entschieden!

Und er gibt den Mahner. "Es werden nochmal heiße mindestens 90 Minuten", sagte Bierofka über jenes eine Spiel, das noch fehlt zu Sechzigs endgültig vollzogener sportlicher Wiederauferstehung – zur Rückkehr in Profisphären. Zum Aufstieg in die Dritte Liga. Bierofka dazu: "Wir haben noch einen harten Fight vor uns, in dem wir nochmal an unsere Grenze gehen müssen – oder über die Grenze hinaus." Für ihn, für seine Spieler und Sechzigs Mannschaft im Kollektiv gilt: ein Mal noch alles in die Waagschale werfen. Ein Mal noch kämpfen. Und dann: Den Lohn für alle Mühen einfahren. Oder ganz einfach, wie das offiziell ausgerufene Motto der Löwen lautet: Nauf geht’s!

Nach dem ersten harten Akt des Zweiteilers stehen Bierofka weiterhin – mit Ausnahme von Timo Gebhart und Nicholas Helmbrecht – sämtliche Spieler zur Verfügung, auch der nach Kevin Behrens Brutalo-Foul angeschlagene Kodjovi Koussou. "Nono kann auf jeden Fall spielen", so Bierofka. Sein zweiter Torschütze neben Matchwinner Sascha Mölders ist aber zudem lädiert: "Nico Karger hat einen Schlag in die Wade bekommen – da muss ich noch abwarten. Aber ich denke schon, dass er auflaufen kann." Die Sperre von Saarbrückens Top-Torjäger Behrens (19 Treffer) sei jedenfalls "sicher kein Nachteil für uns".

Die Löwen gehen mit vollem Fokus in den Showdown auf Giesings Höhen, wohlwissend, dass neben Leidenschaft und Kampfgeist den zu Beginn spielerisch klar unterlegenen Sechzgern auch das Glück in die Karten gespielt hat. Und so gibt Bierofka auch für das Spiel aus: "Du kannst nicht auf Ergebnis spielen, sondern musst das Spiel aktiv bestimmen, an die eigene Stärke glauben und versuchen, Tore zu erzielen."

Abräumer Aaron Berzel ergänzt: "In Relegationsspielen ist alles möglich, wir werden auch daheim auf Sieg spielen." Um am Sonntag die Auferstehung zu feiern?

 

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