"Der unsichtbare Krieg" LUX-Filmpreis: Kostenlose Vorstellung für AZ-Leser

Die Aktivisten von Act Up gehen für AIDS-Aufkärung und -Prävention aufs Ganze. Foto: Pfiffl Medien GmbH

Robin Campillo befasst sich in „120 BPM“ mit dem Kampf gegen die AIDS-Epidemie der 1990-er Jahre. AZ-Leser können den Film im Rahmen des LUX-Filmpreis' am 12. November kostenlos sehen

Der französische Regisseur Robin Campillo zeigt in seinem dritten Werk Sinn für menschliches Einfühlungsvermögen und seinen politischen Willen, gegen Ignoranz vorzugehen. Daher befasst sein Film sich mit der französischen Filiale des Interessenverbandes 'Act Up‘, der das Ziel verfolgt, durch Aktionen Dynamik in die AIDS-Debatte zu bringen und mit Lobby-Arbeit politischen Druck auszuüben.

Mit regelmäßigen Schock-Aktionen will die zehnköpfige Aktivistengruppe das von AIDS heimgesuchte Frankreich von dem Glauben zu befreien, die einzigen von der Epidemie betroffenen seien Schwule, Drogenabhängige, Prostituierte und Straftäter.

Ein Film der Mut macht, auch wenn das Thema bedrückend ist

Ein Film der Mut macht, auch wenn das Thema bedrückend ist Gemeinsam mit Act Up organisieren die Anführer Sean und Nathan Protestaktionen gegen Pharmakonzerne, die ihre eigenen ökonomischen Ziele verfolgen und wollen schnellere Forschungen und Prävention erreichen.

Doch erfährt die Gruppe, dass es, wie in jedem Krieg, Kollaborateure und Profitierende gibt - und andere, die die Flammen von Hass und Diskriminierung weiter anfeuern. Um die Vorurteile zu bekämpfen, platzt die Gruppe in Schulen, um die Nachricht von sicherem Sex zu verbreiten. Durch die kleine Gruppe von zehn Aktivisten setzt Campillo intelligent die tägliche Realität dieses Kampfschauplatzes in Szene, wo die engagierten Aktivisten direkt mit Lobbyisten im Konflikt stehen, wo Aktionen mit ultra-professioneller Intensität und Effektivität ausgeführt werden.

Trotz des wirklich bedrückendes Themas gelingt Campillo ein Film, der auch mit Humor die Kraft der menschlichen Solidarität und den Teamgeist feiert.


„120 BPM“ und die zwei anderen Finalisten des LUX-Filmpreises können AZ-Leser am Sonntag, 12. November, im City Kino beim Stachus kostenlos ansehen. Hier geht's zur Anmeldung: http://www.europarl.europa.eu

Sie können eine, zwei oder alle Vorstellungen besuchen. Nach „120 BPM“ gibt es eine Diskussion mit Filmschaffenden und Europaabgeordneten.

AZ-Info: Der LUX-Filmpreis

 

Das Europäische Parlament unterhält in allen EU-Mitgliedsstaaten Informationsbüros. Sie dienen als Anlaufstelle und Informationszentrum für ihre Länder. Die Informationsbüros des Europäischen Parlaments wurden als „Bindeglied“ zwischen dem Europäischen Parlament und den Bürgerinnen und Bürgern eingerichtet. Sie organisieren regelmäßig Veranstaltungen zu politischen, kulturellen und gesellschaftlichen Themen rund um Europa.

Eine solche Aktion ist auch der LUX-Filmpreis, mit dem das Europäische Parlament die Vielfalt der europäischen Filmkultur ehren möchte. Der Preis wird seit 2006 jährlich an eine europäische Produktion vergeben. Dank der Unterstützung des Europäischen Parlaments werden die drei Finalisten- Filme in allen 24 Amtssprachen der EU untertitelt und in über 50 Städten sowie auf Festivals in ganz Europa gezeigt. Die EU-Abgeordneten bestimmen, welcher Film mit dem LUX-Filmpreis ausgezeichnet wird. Der Gewinnerfilm wird am 14. November im EU-Parlament in Straßburg verkündet.

Weitere Informationen über das Europaparlament gibt es unter:
www.europarl.de/muenchen

 

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