"Der Preis ist heiß"-Moderatoren Was machen Harry Wijnvoord und Walter Freiwald heute?

Es ist still geworden um Harry Wijnvoord und Walter Freiwald. Foto: dpa

Sie waren die "Joko & Klaas'" der Neunziger Jahre: Harry Wijnvoord und Walter Freiwald. Gemeinsam präsentierten die beiden von 1989 bis 1997 die Kult-Show "Der Preis ist heiß". Jetzt kommt die Sendung mit Wolfram Kons und Thorsten Schorn zurück. Doch was machen Harry Wijnvoord und Walter Freiwald heute?

 

"Der Preis ist heiß" erlebt ab Montag ein echtes TV-Comeback, allerdings werden weder Harry Wijnvoord noch Walter Freiwald dabei sei. Wijnvoord zeigt sich enttäuscht: "Nachdem RTLplus letztes Jahr die ganzen Game-Shows zurückgebracht hat, habe ich den Lizenzgeber nochmals kontaktiert. Allerdings habe ich dann nichts mehr gehört. RTL hat nicht gegen mich, sondern ohne mich entschieden", sagt er Bild.

Was macht Harry Wijnvoord eigentlich?

Nach "Der Preis ist heiß" wechselte Wijnvoord 1997 mit einer Kochshow zu tm3, wurde Werbegesicht für "Slim-Fast" und "Ab in den Urlaub" und moderierte bis 2004 bei einem Nürnberger Radiosender. Doch erst durch seine Dschungelcamp-Teilnahme im gleichen Jahr war er wieder bundesweit in den Schlagzeilen. Doch er stieg früh freiwillig aus - das große TV-Comeback blieb aus. Stattdessen ist er jetzt bei Teleshopping-Kanälen und bei einem regionalen TV-Sender in Rheinland Pfalz zu sehen.  

Viel Aufmerksamkeit erhielt der 68-jährige Holländer dagegen mit einem besonders ehrlichen Geständnis. Jahrelang drückte seine Prostata auf Blase und Harnröhre, deshalb litt er unter einer überaktiven Blase (Dranginkontinenz). Fünfmal musste er nachts raus. Nach seiner OP sagte er Bild: "Die Strecken, die ich jetzt ohne einen Toilettengang zurücklegen kann, werden immer größer. Mein Leben ist viel entspannter." 2016 pilgerte er gemeinsam mit anderen Ex-Gameshow-Moderatoren, wie Frederic Meisner und Jorg Draeger, auf dem Jakobsweg und ließ sich dabei von Tele 5 begleiten.

Was wurde aus Walter Freiwald?

Auch Walter Freiwald ereilte ein ähnliches Schicksal wie Harry Wijnvoord. Die dicken Jahre im TV-Geschäft sind längst vorbei. Nach "Der Preis ist heiß" durfte der heute 63-Jährige zwar bei RTL bleiben (er war beim Teleshopping-Kanal), doch schon 2008 verließ er den Sender komplett. 2012 bis 2013 heuerte Freiwald dann bei Pearl.tv in Buggingen an. Interessiert hat es nur wenig - die große Bühne war weit weg.

Erst mit dem "Dschungelcamp" (2015) fand er eine Plattform, die ihm gefiel. Dort plauderte er unter anderem aus, dass er sich 2010 erfolglos bei der SPD als Kandidat für die Wahl zum Bundespräsidenten beworben hätte. Er nutzte fortan geschickt die Medien und lieferte regelmäßig Gesprächsstoff. TV-Auftritte bei "Das perfekte Promi-Dinner", "Circus HalliGalli" oder einer RTL-Hypnose-Show folgten. 2016 erhielt er eine eigene Rubrik bei "Luke! Die Woche und ich" und wurde das Werbegesicht einer Autohauskette. Seit 2017 ist Freiwald Teil der YouTube-Show "Word Wide Wohnzimmer".

 

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