Der AZ-Meistercheck Achtung Hochspannung! FC Bayern im Massenmeisterkampf

Leipzig, Gladbach, Bayern, Dortmund oder Schalke: Wer hat am Ende die besten Nerven im Meisterkampf? Foto: AZ-Montage

Die ersten fünf Teams der Bundesligatabelle liegen vor dem Rückrundenstart gerade mal sieben Punkte auseinander. Macht’s Leipzig, Gladbach, Bayern, Dortmund oder sogar Schalke? Der AZ-Meistercheck.

 

München - Der spannendste Titelkampf seit einem Jahrzehnt, fünf Mannschaften getrennt durch nur sieben Punkte: Ganz Fußball-Deutschland – und damit auch der Bundestrainer – ist elektrisiert. "Es kommen einige Teams für den Titel infrage", sagte Joachim Löw beim Neujahrsempfang der Deutschen Fußball Liga (DFL): "Die Rückrunde beginnt mit unglaublich großer Spannung. Verschiedene Mannschaften befinden sich auf Augenhöhe."

Zumindest fast. Nur zwei Pünktchen liegt Spitzenreiter RB Leipzig (37 Punkte) nach den ersten 17 Spieltagen vor Borussia Mönchengladbach, auch der FC Bayern (33) und die punktgleichen Rivalen Borussia Dortmund und Schalke 04 (beide 30) dürfen sich berechtigte Hoffnungen auf den Titel machen.

Jogi Löw: "Verschiedene Mannschaften befinden sich auf Augenhöhe"

"Da hat sich wirklich ein interessantes Bild entwickelt und es ist sehr schön, dass nicht nur Bayern und Dortmund oben stehen", sagte Gladbachs Sportdirektor Max Eberl, der Leipzig ähnlich wie die anderen Verfolger hoch einschätzt. Die AZ macht vor dem Rückrundenstart den Meistercheck. Vorsicht, Spannung!

RB Leipzig: Die Sachsen wurden erstmals in ihrer noch jungen Klubgeschichte Herbstmeister. Und nicht wenige trauen ihnen nun auch den Titelgewinn zu. Allerdings sehen das die hochfavorisierten Leipziger selbst anders. "Wir müssen uns entwickeln. Aktuell sind wir noch nicht gut genug, um Meister zu werden", sagte Trainer Julian Nagelsmann der "Bild".

Mitten im Meisterkampf leistete sich RB den Luxus, Mittelfeldspieler Diego Demme in der Winterpause zum SSC Neapel ziehen zu lassen. In die Rückrunde und damit in die Titelmission startet Leipzig am Samstag zuhause gegen Union Berlin. Am 9. Februar steht dann der Liga-Gipfel in München beim FC Bayern an.

Borussia Mönchengladbach: "Wir haben einiges vor in den nächsten Monaten und rechnen uns viel aus", sagte Gladbachs Trainer Marco Rose vor dem Auftaktmatch am Freitag (20.30 Uhr/ZDF und DAZN) auf Schalke: "Wir wollen ordentlich spielen, Ergebnisse holen und oben dranbleiben." Mit erfrischendem Offensivfußball und unter anderem dem 2:1-Heimsieg gegen Bayern sicherten die Fohlen sich nach der Hinrunde Platz zwei. Sportdirektor Eberl will freilich nicht, dass die "herausragende Ausgangslage" verspielt wird. Gladbach kann aber eigentlich nur gewinnen. "Die Qualifikation für die Champions League", befand Eberl nämlich, "wäre für uns wie die Meisterschaft."

FC Bayern: "Leipzig ist derzeit zurecht Tabellenführer. Es werden schwere Aufgaben, aber wir haben die Qualität und den Willen dazu", sagte Bayern-Trainer Hansi Flick über eine mögliche Aufholjagd. Die angespannte Personallage erschwert diese allerdings erheblich. Flick wünscht sich deshalb noch mindestens zwei Neuzugänge in der Wintertransferperiode: einen Rechtsverteidiger und einen Flügelspieler. Bislang konnten ihm die Verantwortlichen seine Wünsche aber nicht erfüllen. "Wir haben im Kader die höchste Qualität in der Bundesliga, die meiste Erfahrung, was Titelkämpfe anbelangt", sagte Thomas Müller trotzdem bei Sport1: "Wir gehen mit dem nötigen Schuss Selbstvertrauen ran, dass wir das Ding noch auf unsere Seite ziehen."

Borussia Dortmund: Dortmunds Meisterhoffnung trägt sogar einen Namen: Erling Haaland. Der BVB hat in der Winterpause mit der Verpflichtung des 19 Jahre alten Mittelstürmers den Transfercoup schlechthin gelandet. Der BVB, der ja bereits vor der Saison die Meisterschaft als Ziel ausgegeben hat, macht also noch mal richtig ernst. "Das kann ein Riese werden, aber auch ein Flop", sagte Paul Breitner der AZ: "Da bin ich gespannt drauf."

Schalke 04: "Auch Schalke wirkt auf mich sehr gefestigt", sagte Leipzigs Yussuf Poulsen und nannte die Königsblauen explizit als Titelkandidaten. Für die Schalker wäre aber schon die Qualifikation für die Champions League ein Riesenerfolg. "Wenn nur ein Spieler einen Schritt weniger als notwendig macht", warnte Sascha Riether, Schalkes Koordinator Lizenzbereich, "dann kann es bereits wieder in die falsche Richtung gehen".

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