Debatte um Böllerei SPD fordert Verbotszonen für Silvesterfeuerwerk

, aktualisiert am 01.02.2019 - 15:03 Uhr
Verbotszonen für private Feuerwerke - in München denkbar? Foto: Matthias Balk/dpa

OB Dieter Reiter will das Silvester-Feuerwerk in München zwar nicht komplett verbieten. Einzelne Verbotszonen sind aus Sicht der Rathaus-SPD allerdings denkbar. 

 

München - Die Debatte um strengere Vorschriften zur Silvester-Böllerei in München reißt nicht ab. Wie berichtet, hatte eine Bürgerinitiative 2018 ein flächendeckendes Verbot für München gefordert. OB Dieter Reiter hat durchaus Sympathien gezeigt für alle Münchner, die sich wegen der Böllerei um Luftqualität und Tierschutz sorgen - und betonte zugleich, dass ein generelles Verbot in der Stadt nicht möglich sei. 

Immer mehr Menschen wollen am Silvesterabend freiwillig auf ein privates Feuerwerk verzichten. Auch in den sozialen Medien gab es schon mehrere Vorschläge, zumindest einzelne Zonen wie zum Beispiel das Isarufer frei von der Böllerei zu halten. Die Idee ist nicht ganz neu. Schon im Bezirksausschuss Ludwigsvorstadt-Isarvorstadt hatte man sich dafür ausgesprochen, Feuerwerke aus Naturschutzgründen entlang der Isar zu verbieten.

"Einzelne begründete Verbotszonen für Feuerwerke"

Ist bei dem Streit um die Verbote bald ein Kompromiss in Sicht? Die SPD im Rathaus hat jetzt einen Antrag gestellt: Die Stadtverwaltung möge prüfen, ob in der Stadt an Silvester "einzelne begründete Verbotszonen für Feuerwerke" festgelegt werden können. Einzubeziehen seien dabei Gründe des vorbeugenden Brandschutzes zum Beispiel bei historischen Gebäuden, aber auch der Natur- und Tierschutz zum Beispiel an der Isar und der Würm.

Auch die Erfahrungen anderer Kommunen mit einzelnen Verbotszonen, zeitlichen Beschränkungen der Feuerwerke und deren Durchsetzung sollten in die Prüfung mit einfließen, fordern die SPD-Stadträte in dem Antrag. Die Stadtverwaltung solle zudem "darstellen, wie viele und welche Feuerwerke sie während des Jahresverlaufs an welchen Standorten genehmigt".

Ein zentrales Verbot der Stadt für private Feuerwerke innerhalb des Mittleren Rings sei allein aus rechtlichen Gründen nicht möglich, betont die Fraktion. "Bevor nun die Rechtslage so geändert wird, dass die Kommunen bei diesem Thema handlungsfähiger werden, sind zumindest einzelne Verbotszonen unter den Aspekten Brand-, Umwelt- und Tierschutz konkret zu prüfen."

 

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