Auch Münchner wollen freiwillig auf Feuerwerk verzichten

Immer mehr Menschen wollen am Silvesterabend freiwillig auf ein privates Feuerwerk verzichten. In den sozialen Medien haben sich hierzu mittlerweile Gruppen gegründet – mit beachtlicher Resonanz.
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Immer mehr Menschen wollen am Silvesterabend freiwillig auf ein privates Feuerwerk verzichten. In den sozialen Medien wurden hierzu mittlerweile Veranstaltungen erstellt – mit beachtlicher Resonanz.

München - Die Gründe, warum einige Münchner an Silvester auf Böllereien jeglicher Art verzichten wollen, sind einleuchtend. Es geht um die Vermeidung von Müll, der zwangsläufig bei der Zündung von Feuerwerkskörpern entsteht.

Den Gründern mehrere Facebook-Veranstaltungen geht es aber insbesondere darum, an bestimmten Orten die Böllerei bleiben zu lassen. So soll beispielsweise das Isarufer eine Zone frei von Feuerwerken bleiben. Die Idee scheint gut anzukommen: Für die Facebook-Veranstaltung "Freiwillig kein privates Feuerwerk an Silvester" haben bereits mehr als 85.000 Personen zugesagt, knapp 54.000 weitere sind daran interessiert.

Natur und Tier zuliebe auf Böller verzichten

In Naturschutzgebieten wie der Isar kann die Zündung von Feuerwerkskörpern besonders starken Einfluss auf die Umwelt nehmen. Die dort lebenden Wildtiere werden durch den extremen Lärm gestört und müssen von ihren Energiereserven für den Winter Gebrauch machen. Um also die Natur und Tierwelt nicht zu belasten, wollen jetzt viele Münchner zumindest an bestimmten Orten auf die laute Neujahrstradition verzichten.

Müllmassen im letzten Jahr

Die Müllbilanz des Silvesterabends 2017 ist erschreckend: laut "Süddeutscher Zeitung" produzierten die Münchner rund 60 Tonnen Müll, das sind zehn Tonnen mehr als im Jahr zuvor. Rund um den Olympiaberg und im Luitpoldpark häuften sich die Müllmassen im vergangen Jahr besonders. Auch die Feinstaubwerte an der Silvesternacht geben allen Grund zur Besorgnis. Tatsächlich werden die vorgegebenen Werte durch das Zünden von Feuerwerken in der Neujahrsnacht drastisch überschritten, einige Experten empfehlen sogar eine Atemschutzmaske.

Lesen sie auch: Streit um den Böller-Dreck an der Isar

 

 

 

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