Dauer und Preis im Vergleich Frühlingsfest vs. Wiesn: So viel günstiger sind die Fahrgeschäfte

Blick vom Riesenrad auf die Theresienwiese: Das 55. Münchner Frühlingsfest dauert vom 26. April bis 12. Mai 2019. Foto: Felix Hörhager/dpa

17 Tage lang Volksfestgaudi auf der Theresienwiese. Auf dem Frühlingsfest (26. April bis 12. Mai) gibt's viele Fahrgeschäfte - wie auf dem Oktoberfest auch. Die AZ checkt, wo die Besucher dabei günstiger wegkommen.

 

München – Ab Freitag lockt wieder das Münchner Frühlingsfest, die so genannte "kleine Wiesn". Ein Besuch auf der "großen Wiesn" kann sich zu einem kostspieligen Vergnügen auswachsen - das ist kein Geheimnis. Aber: Wie groß sind die Unterschiede? Um wie viel günstiger ist das Frühlingsfest im Vergleich zum Oktoberfest? Und fahren die Fahrgeschäfte auf einem der beiden Volksfeste länger?

Die AZ hat 2018 auf beiden Volksfesten Preise verglichen und Fahrzeiten gestoppt. Das Ergebnis: Auf dem Oktoberfest zahlen die Gäste oft ein Viertel bis ein Drittel mehr für die Fahrgeschäfte – aber es gibt Ausnahmen, wie Fahrgeschäfte für Kinder oder Rund um den Tegernsee, die auf beiden Volksfesten gleich viel kosten.

Wir haben uns also an den Preisen des vergangenen Jahres orientiert. Sollte es in 2019 höhere Preise geben, so dürfte sich der Anstieg in Grenzen halten - und eben auch beide Volksfeste betreffen.  

Frühlingsfest vs. Oktoberfest: Preise unterschiedlich, Fahrtzeiten nicht

Länger fahren die Karussells auf dem Frühlingsfest nicht. Die AZ hat mindestens zwei Runden pro Fahrgeschäft am ersten Samstag der Volksfeste am Nachmittag gestoppt.

Aber auch im Festzelt sind die Preisunterschiede gewaltig: In der Festhalle Bayernland auf dem Frühlingsfest kostet die Maß Augustiner 9,80 Euro, im Augustiner Festzelt auf der Wiesn 11,10 Euro. Das halbe Wiesn-Hendl gibt’s für 11,30 Euro, auf dem Frühlingsfest schon für 9,90 Euro.

Warum ist die Wiesn so viel teurer?

Yvonne Heckl von der Veranstaltungsgesellschaft der Münchner Schausteller sagt: "Die Platzkosten auf der Wiesn sind deutlich höher." Das liege auch an Sicherheitskosten für Security und Zaun, der aufwendigeren Infrastruktur oder höheren Müllkosten. "Deshalb zahlen die Schausteller mehr Platzmiete, sie haben aber auch an den Fahrgeschäften einen höheren Personaleinsatz. "Ein Vergleich ist schwer, weil wir mit dem Frühlingsfest nur auf einem Drittel der Fläche der Wiesn sind."

Wie kriegt man die Schausteller dazu, dass das Fahrgeschäft eine Extrarunde dreht? "Gute Laune und 'Zugabe' rufen. Das gilt übrigens für jedes Volksfest", sagt Heckl.

Der Fahrgeschäfte-Vergleich

Rund um den Tegernsee: Ob Frühlingfest oder Wiesn: Eine Fahrt rund um den Tegernsee kostet vier Euro für Erwachsene und drei Euro für Kinder. Die Mindestfahrzeit sind laut Fahrgeschäftbetreiber Christopher Zettl drei Minuten. "Wenn die Leute Spaß haben, dann fahren wir noch ein paar Runden." Auf dem Frühlingsfest war’s eine besonders spaßige Truppe, die Bahn fuhr 3,55 Minuten, auf dem Oktoberfest 3,45 Minuten.

Riesenrad: Es ist der Klassiker für Menschen, die gerne den Überblick behalten: Das 50 Meter hohe Riesenrad, das am Ende der Wirtsbudenstraße auf dem Oktoberfest steht. Erwachsene zahlen acht Euro, Kinder vier Euro, ein Erwachsener mit einem Kind bis zu 1,40 Meter zehn Euro. Die Fahrt auf dem Oktoberfest dauert im Schnitt 11,43 Minuten, auf dem Frühlingsfest 10,57 Minuten. Wahrscheinlich, weil hier weniger Menschen ein- und aussteigen. Dafür kostet der Rundumblick auch nur sechs bzw. drei Euro.

Jumbo Flug: Beim Jumbo Flug ist’s zwar ein Auf und Ab für die kleinsten Volksfestbesucher, aber die Preispolitik des Kinderkarussells ist stabil: Auf dem Frühlingsfest und auf dem Oktoberfest kostet ein Fahrchip 2,50 Euro und vier Fahrchips kosten 8 Euro. Auch die Fahrzeit ist mit zwei Minuten und fünf Sekunden gleich. Das liegt daran, dass die Kinderfahrgeschäfte auf dem Oktoberfest die niedrigste Miete pro Quadratmeter zahlen – weil die Stadt München unbedingt möchte, dass es ein breites Angebot für Kinder gibt. Den Kleinsten ist es freilich egal, wie viel ein solcher Flug kostet. Hauptsache, Mama, Papa oder Oma kaufen ihnen ganz viele Fahrchips.

XXL Racer: Ob auf dem Frühlingsfest oder auf dem Oktoberfest: Vor dem XXL Racer stehen die Adrenalinjunkies immer in langer Schlange, um mit bis zu 120 Stundenkilometer von 55 Metern Höhe in einer freischwingenden Gondel auf die Erde zuzurasen. Der Nervenkitzel dauert stets 5,30 Minuten und es wirken bis zu fünf G auf den Körper, also das fünffache des Körpergewichts. Auf dem Frühlingsfest kostet dieser extreme Fahrspaß sechs Euro, auf der Wiesn allerdings neun Euro.


 

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