CSU-Fraktion im Münchner Stadtrat Forderung: Bürgerinformation zur Organspende schnell umsetzen

Zu wenige Deutsche entscheiden sich aktiv dafür, Organspender zu werden. Foto: BZgA

Wie lässt sich die Bürgerinformation zum Thema Organspende in München verbessern? Die CSU-Fraktion fordert die Stadt auf, schnell auf die im Bundestag beschlossene Reform zu reagieren.

 

München - Organspenden sind überlebenswichtig. Und doch gibt es in Deutschland zu wenige von ihnen. Der Bundestag hatte deshalb am Donnerstag eine - moderate - Reform der Regeln für die Spende beschlossen. Eine Reform, die auf mehr Impulse setzt, damit sich mehr mögliche Spender auch konkret entscheiden. Bis sie in Kraft tritt, werden allerdings noch Jahre vergehen.

Die CSU-Fraktion im Münchner Stadtrat legt nach: Nach dem Beschluss des Organspendegesetzes durch den Deutschen Bundestag solle die Landeshauptstadt München nun eine Vorreiterrolle bezüglich der Bürgerinformation zur Organspende einnehmen, so ihre Forderung.

Organspende-Reform - auch ein Thema in München

Konkret forderte die CSU-Fraktion am Freitag in einem Antrag dazu, dass zukünftig bei der Ausgabe von Personalausweisen, Reisepässen und Fahrerlaubnissen Informationsmaterial zur Organspende an die Bürger weitergegeben werden soll.

Zur Begründung heißt es in dem Antrag: "Am 16.01.2020 beschloss der Deutsche Bundestag ein Organspendengesetz, nachdem jede Bürgerin und jeder Bürger bei der Abholung seines Personalausweises zusätzliche Informationen zur Organspende bekommen soll." Die Landeshauptstadt München solle diese Maßnahme "ohne viel bürokratischen Aufwand umgehend umsetzen", so die Forderung. "Auf Grund sinkender Spenderzahlen muss die Information schnellstmöglich in Umlauf gebracht werden."

"Organspende-Reform wichtiger Schritt in die richtige Richtung"

CSU-Fraktionschef Manuel Pretzl: "Die Organspende-Reform ist ein wichtiger Schritt in die richtige Richtung. München muss jetzt alles dafür tun, die Infomaterialien möglichst schnell und unbürokratisch zur Verfügung zu stellen. Hier geht es um die potentielle Rettung von Leben - da sollte keine Zeit verloren werden."

Die Ausweitung auf die Abholer von Fahrerlaubnissen mache "sehr viel Sinn, da gerade jungen Menschen verständlicherweise oft das Detailwissen zu diesem Thema fehlt", so Pretzl.

 

20 Kommentare