Cordo Bar Schwertmuschel und Speckmäntel

Nachbarn schauen gern vorbei: Die „Cordo Bar“ wird gut angenommen. Foto: Gregor Feindt

An der Ecke Klenze-/ Ickstattstraße ist ein Studentenwohnheim entstanden – und die spanische „Cordo Bar“ der „Zest“-Wirte

 

Als die Erbpacht an die Edith-Haberland-Wagner-Stiftung zurückfiel, war das Gebäude mitten im Glockenbachviertel in einem schlechten Zustand. Davon ist jetzt nichts mehr zu erkennen: Die gemeinnützige Stiftung hat das Haus in ein Studentenwohnheim umgewandelt.

20 moderne, kleine Wohnungen, und das mitten im Glockenbachviertel. „Voraussetzung für Bewerber ist es, an einer Münchner Uni eingeschrieben zu sein, und die Eltern dürfen nicht im MVV-Einzugsgebiet wohnen“, sagt Nathalie Krolo von der Stiftung.

Die EHW-Stiftung kümmert sich aber nicht nur um die Jugend, sie hält auch die größten Anteile an der Augustiner Brauerei – dem wird die neue Futterstätte im Erdgeschoss gerecht. „Cordo Bar“ heißt das spanische Lokal, welchem sich die Wirte Bob Lalic und Klaus Wagner, die seit 26 Jahren das „Zest“ in der Adalbertstraße führen, angenommen haben.

„Wir haben unseren ehemaligen Barchef aus dem Zest, der vor zehn Jahren nach Barcelona ausgewandert ist, zurückgeholt, außerdem haben wir einen Koch aus Spanien angestellt, um den Nachteil auszugleichen, dass wir Deutsche sind“, sagt Lalic.

Dann nämlich wird man skeptisch beäugt, wenn man sich an die Tapas wagt. Aber schon der Testlauf seit einem Monat hat bewiesen, dass Skepsis hier fehl am Platz ist: Der Jamon Serrano baumelt über der Bar und wird frisch vom Stück geschnitten (6,90 Euro),Datteln im Speckmantel (3,40), gebackene Artischocken (4,20), Schwertmuscheln vom Grill (4,90) oder Albondigas, die Fleischbällchen, müssen keinen Vergleich scheuen.

Neben Tapas gibt es ein paar Hauptgerichte, schwarzes Tintenfischrisotto mit Meeresfrüchten etwa (14,80) oder Schweinefilet im Serranoschinkenmantel (14,90).

Dazu bestellen die Gäste Augustiner Bier und Wein, sitzen auf 120 Sitzplätze verteilt im gemütlich verschachtelten Laden, am Boden extra eingeflogene Fliesen, an den Wänden Bilder, die Fernweh erzeugen. Mit dem Wohnheim hat die Stiftung etwas Gutes für die Studenten getan – und mit der Cordo Bar etwas für Genießer mit Spanien-Faible.


Cordo Bar, Ickstattstraße 1a, täglich 17 – 1 Uhr, Tel.: 60 32 02

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