Champions-League-Sieger Elber: "Die besten Bayern aller Zeiten!"

Das sagt 2001-Gewinner Giovane Elber über die Sieger von Wembley. Und Paul Breitner, Champion von 1974, meint: „Der FC Bayern ist ein Stern am Fußballhimmel.”

 

München - Einer geht noch! Und das wäre auch gelacht, wenn das noch schief gehen würde mit dem Triple. Am Samstag geht es für die Bayern, die Könige Europas, im Endspiel um den DFB-Pokal gegen den VfB Stuttgart (20 Uhr, ARD und Sky live).

Und Tags darauf soll so richtig gefeiert werden. Was nach dem Champions-League-Sieg noch wegen des anstehenden Cup-Finals abgeblasen wurde – und mit dem Dauerregen auch leidlich schön geworden wäre – soll kommenden Sonntag nachgeholt werden. Am Montag veröffentlichte der FC Bayern erste Details für eine mögliche Triple-Feier. Nach der Rückkehr aus Berlin werden Mannschaft, Trainer, Betreuer und Vorstand in einem offenen Doppeldecker-Bus durch München fahren, ganz nach englischem Vorbild. Der Bus soll um 14.30 Uhr in Nähe der Münchner Freiheit starten und von dort via Ludwigstraße, Dienerstraße und Landschaftsstraße bis zum Marienplatz gelangen. Gegen 16 Uhr will Oberbürgermeister Christian Ude die Bayern auf dem Rathausbalkon empfangen.

Ehre, wem Ehre gebührt. Die Tour im Doppeldecker-Bus ist eine ganz neue Idee, gab’s bei Bayern noch nie – passend zum möglichen Triple-Triumph. Montag hatten die Champions-League-Helden noch frei, ab Dienstag wird wieder trainiert. Für die Operation Unsterblichkeit.

Doch schon jetzt sehen viele Experten die aktuelle Mannschaft um die Kapitäne Lahm/Schweinsteiger als die beste Bayern-Mannschaft aller Zeiten. „Diese letzten Monate waren ein Genuss”, sagt Paul Breitner, aktuell Markenbotschafter und Europapokal-Sieger von 1974, der AZ. Der ehemalige Bayern-Kapitän schwärmt: „Mit welcher Perfektion die Mannschaft in der Rückrunde gespielt hat – Chapeau! Und dazu solch einen Fußball, das gab es noch nie. Es gibt momentan nichts Besseres auf der Welt, denn die Teams aus Südamerika zähle ich da nicht mehr dazu. Der FC Bayern ist ein Stern am Fußball-Himmel.”

Und die Lichtgestalten der Jahre 1974 bis ’76, als der Pott drei Mal hintereinander nach München ging? „Die 70er-Helden haben ja nach unserem Triumph 1974 in den Jahren darauf in der Bundesliga unter ferner liefen gespielt (am Ende der Saison 1975 Zehnter, danach Dritter, d.Red.)”, sagt Breitner, „damals waren sie nur punktuell gut, bei den Höhepunkten im Europapokal, in der Bundesliga haben sie es nicht mehr hinbekommen – die aktuelle Mannschaft dagegen schon.” Und wie: Meister mit 25 Punkten Vorsprung auf Dortmund.

Blieben noch die Sieger von 2001 um Stefan Effenberg und Oliver Kahn. Doch die eher defensiv-eingestellte Truppe überzeugte nicht mit Angriffsfußball und Ballbesitz wie die Klasse von 2013. „Ich habe schon lange kein so gutes Spiel mehr gesehen”, sagte Ex-Bayer Giovane Elber, Pottsieger von 2001, „Dortmund war die ersten 20 Minuten besser, aber es war beeindruckend, wie Bayern das in der zweiten Halbzeit umgedreht und verdient gewonnen hat.” Der Brasilianer zur AZ auf die Frage, ob die Wembley-Helden die besten Bayern aller Zeiten seien: „Ja! Mit Sicherheit! Was diese Mannschaft in dieser Saison geleistet hat, ist phänomenal. Selbst wenn sie nicht das Pokalfinale gewinnen, sind sie besser als es wir 2001 waren, das muss man so sagen. Vor dieser Mannschaft ziehe ich meinen Hut.”

Nun wartet Stuttgart. „Wir haben noch ein Spiel, und das wollen wir auch gewinnen”, betonte Bastian Schweinsteiger. Der Pott verleiht Flügel. und wie sagte Vorstandsboss Karl-Heinz Rummenigge? „Wir haben auch mit 1,8 Promille eine Chance.”

 

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